Andrea Metschulat, Inhaberin von Sporby

Sporby – ein Paradies für Rennsportfans

Auf der Frankfurter Straße 9 ist Wolfenbüttel noch längst nicht zu Ende. Für die Freunde des kleinen und großen Motorsports fängt es gerade erst an. Dort gibt es nämlich Sporby. Sporby kommt von Sport und Hobby und Andrea Metschulat, die mich mittags empfängt, ist die Besitzerin dieses außergewöhnlichen Ladens, in dem es alles gibt, was zum Thema Carrera-Bahnen passt.

Oldtimer-Rennautos
Auch Nostalgiefreunde kommen auf ihre Kosten. ©Andreas Molau, Stadt Wolfenbüttel

Aufgewachsen ist die gebürtige Braunschweigerin in Wolfenbüttel. »Meine Eltern hatten ein kleines Lebensmittelgeschäft auf der Kleinen Breite, schräg gegenüber von der Bäckerei Richter heute«, erzählt sie. Nach der Schulzeit kam die Lehre. Dass es der Beruf der Friseurin geworden ist, sei mehr dem Zufall geschuldet gewesen.

Von der Lehre zu Coptex

»Ich wurde gefragt und habe den Job dann direkt angenommen«, erinnert sich Andrea Metschulat. Vier Jahre lang habe sie nach Abschluss der Lehre in der Branche gearbeitet, dann habe es ein verlockendes Angebot gegeben. »Coptex brauchte damals Leute fürs Labor. Das waren Arbeitszeiten, die für mich günstiger waren, also habe ich angenommen«, so Metschulat.

Inhaberin Andrea Metschulat
Andrea Metschulat lässt das Herz der Rennsportfreunde höher schlagen. ©Andreas Molau, Stadt Wolfenbüttel

Hier arbeitete sie 18 Jahre. In den letzten deutete sich schon an, dass die Fotoindustrie dem Strukturwandel erliegen würde. Es kam langsam die Digitalfotografie auf, der Markt konzentrierte sich. Also war die Überlegung: Was kann man machen? Selbstständigkeit war etwas, was sie von ihren Eltern kannte.

Das Hobby zum Beruf

»Ein Faktor für das neue Geschäft, was ich mir überlegt hatte, war ein Hobby meines Mannes«, erklärt Andrea Metschulat die Situation. Der war und ist ein Fan von Carrera-Bahnen und musste für dieses Hobby damals bis nach Hamburg fahren. »Man sah also: Da ist ein Markt, das können wir probieren«, so die Geschäftsfrau.

Die ersten Jahre lief der Aufbau des kleinen Geschäfts, damals in Leiferde bei Braunschweig, nebenher zur Arbeit. »Wenn andere sich auf das Wochenende freuten, ging es bei mir noch einmal los«, so Metschulat. Sport und Hobby: Neben den ersten Autos und Bausätzen für das Hobby gab es zunächst Sportartikel und Motorradbekleidung.

Die Entwicklung zur Hobby–Sparte

»Ich habe einfach gesehen, wie sich die Dinge entwickeln. Die Motorradsachen wurden nicht so groß abgefragt. Bei manchen Sportsachen haben wir uns zunächst der Nachfrage angepasst. Schlittschuhe liefen zum Beispiel lange gut«, resümiert sie. Dann habe sich aber das Hobby, die Spielsachen, als tragend erwiesen.

Die Auswahl an Rennwagen ist bei Sporby groß.
Die Auswahl an Rennwagen ist bei Sporby groß. ©Andreas Molau, Stadt Wolfenbüttel

Beim Thema Sport habe man mehr und mehr ausgedünnt, beim Hobby erweitert – bis der Laden in seiner heutigen Art entstanden war. Das alles ist nun fast 25 Jahre her. Seitdem hat sich manches verändert: Die Lust auf den Nervenkitzel beim Autorennen mit den kleinen Wagen ist geblieben.

Eine lebendige Rennsportgemeinschaft bei Sporby

Da habe auch die neue Computerwelt nichts machen können, stellt sie fest. »Bei dieser Art von Hobby muss man sich wenigstens noch unterhalten. Das gefällt vielen Leuten«, erklärt sie. Und so ist Sporby nicht nur ein Laden, in dem es das komplette Carrera-Programm gibt. Auf der großen hauseigenen Rennbahn im Geschäft können Erwachsene einmal in der Woche zum Kind werden.

Carrera-Rennbahn
Hier treffen sich donnerstags immer die Rennsportfreunde und trainieren. Auch für Feiern kann die Bahn gemietet werden. ©Andreas Molau, Stadt Wolfenbüttel

Denn donnerstags trifft sich eine Rennsportgemeinschaft zum Training. Zwölf Rennen finden pro Rennserie im Jahr statt. Da gibt es einen Rentner, Väter kommen mit ihren Söhnen und neue Gäste und Liebhaber des Rennsports seien immer gern gesehen, so Andrea Metschulat. Auch für private Feiern könne man die Bahn anmieten.

Beruf und Hobby

Während in den letzten Jahren die Rennwagen vor allem selbst gebaut wurden, gehe der Trend jetzt zum fertigen Wagen. Immer wieder gibt es auch Einzelwünsche, die Andrea Metschulat gern erfüllt. So sei der Modellbau im Allgemeinen erneut mehr in Mode gekommen. Entsprechende Farben habe sie für die Bastler auf Lager.

Wer hat beim Rennen die Nase vorn? ©Andreas Molau, Stadt Wolfenbüttel

Wenn Andrea Metschulat nicht hinter der Ladentheke steht, kümmert sie sich vor allem um ihre zwei Hunde. Die sind ihre Leidenschaft und dürfen sie auch gern einmal im Laden auf der Frankfurter Straße 9 besuchen. Dort, wo Wolfenbüttel nicht aufhört, sondern für Freunde des Motorsports gerade erst anfängt…

Weitere Informationen zu Sporby

Adresse: Frankfurter Straße 9, 38304 Wolfenbüttel
Telefon: 05331 9097570
Webseite und Öffnungszeiten: www.sporby.de

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