Lasertag Halle in Wolfenbüttel

Lasertag – James Bond für einen Tag

Wer kennt sie nicht? Actiongeladene Filme, in denen die Helden sich geschickte Kämpfe liefern, sich hinter Mauervorsprüngen verstecken, den Gegner taktisch klug außer Gefecht setzen wollen. Wer hat nicht schon mal davon geträumt, sich einmal wie ein Actionheld zu fühlen?

Endlich ist der große Tag gekommen. Meine Freunde und ich* gehen heute Lasertag spielen und nehmen euch mit. Lasertag wurde ursprünglich für die US Streitkräfte entwickelt. Die moderne Fassung von Räuber und Gendarm erfreut sich in Deutschland stark wachsender Beliebtheit. Lasertag ist sowohl im Freien als auch in der Halle spielbar. In Wolfenbüttel wird seit einem Jahr das Spielen in einer Halle angeboten. Das Spielfeld ist mit Wänden, Treppen und Wassercontainern gespickt. Diese bieten guten Schutz und sind hilfreich, um unerkannt zu bleiben.

Der Sinn und Zweck des Spieles ist es, mit einer Laserpistole gegnerische Mitspieler zu treffen und dabei möglichst viele Punkte zu erzielen. Dabei sind Taktik und Geschicklichkeit gefragt. Um nicht direkt gesehen zu werden, ist es auf dem Spielfeld relativ dunkel.

Lasertag das Team
Unser Team ist startklar ©Torben Grüttner, Stadt Wolfenbüttel

Nun geht es aber los! Es wurde schon lange im Vorfeld diskutiert, wer wohl die besten Schützenqualitäten aufzuweisen hat. Auf einen gemeinsamen Nenner sind wir bei der Diskussion natürlich nicht gekommen. Hoch motiviert treffen wir uns um 19.30 Uhr an der Lasergame Halle in der Lindener Straße in Wolfenbüttel. Die Halle ist leicht zu finden und gut ausgeschildert. Am Treffpunkt stehen nun zwölf in schwarz gekleidete Männer (wir haben gehört, dass weiße Klamotten bei Schwarzlicht nicht so praktisch sind), die es kaum abwarten können, endlich loszulegen. In der Halle angekommen, werden wir sofort nett und locker begrüßt. Es herrscht eine angenehme Atmosphäre in der Man(n) sich direkt wohlfühlt. Um uns die Spielregeln verständlich zu machen und den Umgang mit den Laserpistolen kennen zu lernen, wird uns ein Einführungsvideo gezeigt. Gut vorbereitet werden wir nun ausgestattet. Zum ersten Mal kommt das Gefühl hoch, sich wie James Bond zu fühlen. Zur Ausstattung gehört ein Stirnband, welches mit Sensoren ausgestattet ist, sowie ein Lasermarkierer, der ebenfalls mit Sensoren versehen ist. Ein kleiner Fakt am Rande, ein Lasermarkierer kostet circa 1500 Euro. Voll eingekleidet wird noch einmal ein Gruppenfoto geschossen und dann geht es los!

Auf in den Kampf!

Beim ersten Spiel entscheiden wir uns für ein „Team-Deathmatch“. Beim „Team-Deathmatch“-Modus spielen zwei Teams gegeneinander. Für die Erkennung der Spieler jedes Teams werden Knicklichter an den Stirnbändern befestigt. Punkte werden erzielt, indem wir unsere Gegner mit dem Laser markieren. Das Team mit den meisten Punkten gewinnt. Um uns einzuspielen, haben wir erst einmal unendlich viel Schuss. Jetzt betreten wir zum ersten Mal das Spielfeld. Der Adrenalinspiegel steigt und wir sind alle tierisch aufgeregt. Jedes Team hat einen eigenen Startpunkt, am anderen Ende der Karte.

Lasertag Halle in Wolfenbüttel
Das Spielfeld ©Torben Grüttner, Stadt Wolfenbüttel

Dann ertönt er. Der Gong zur ersten Runde. Noch leicht zögerlich wage ich mich in geduckter Haltung auf das Spielfeld. Ich weiß, sobald man getroffen wird, leuchtet das Stirnband und die Waffe rot. Dann hat man 5 Sekunden Zeit, sich wieder in Sicherheit zu bringen. Um mich herum sehe ich nun die ersten roten Lichter aufleuchten. Auf einer guten Position angekommen, mache ich meinen ersten Abschuss. Stolz wie Bolle feiere ich diesen ausgiebig und bevor ich mich versehe, bin ich auch schon selbst getroffen. Jetzt bin ich voll im Spielmodus. Nach und nach entwickele ich immer mehr einen Sinn dafür, welches die Hauptrouten des Gegners sind. Dadurch, dass wir unendlich viel Schuss haben, ergibt sich ein offener Schlagabtausch. Die erste Runde kann mein Team „Alpha“ gegen Team „New Team“ mit 2361 zu 1877 Punkten gewinnen. Der beste Schütze in dem Spiel ist Jonas mit 714 Punkten, erzielt 39 Abschüssen und wird selbst 14x abgeschossen. Ich kam leider nur auf 25 Abschüsse, werde selbst 20x getroffen und belegte damit den 4ten Platz. Es kann also nur besser werden.

Voller Motivation geht es daher in das nächste Match. Wir entscheiden uns für den Spielmodus „Last Man Standing“. Dabei hat jeder Spieler eine gewisse Anzahl von Leben und das Team, das zuerst alle anderen Spieler eliminiert, gewinnt die Runde. Dieses Mal ist Taktik gefragt. Bevor das Spiel startet, legen wir daher unsere Vorgehensweise fest. Zunächst wollen wir defensiver agieren und so auf unsere Gegner lauern. Nach circa 2 Minuten Spielzeit stellen wir fest, dass das gegnerische Team die gleiche Idee hat.

Es ist an der Zeit, voran zu gehen. Langsam, gebückten Schrittes laufen wir in einer 3er Kombination in zwei verschiedene Richtungen. Unser Plan geht auf! Bevor jemand von uns getroffen wird, können wir nach und nach die Spieler des gegnerischen Teams eliminieren. So weit, so gut. Siegessicher teilen wir uns wieder auf. Da haben wir unsere Rechnung nur leider ohne Yannis P. und Erich M. gemacht. Wir können eigentlich nur noch zugucken, wie die Spieler unseres Teams nach und nach ausgeschaltet werden. Am Ende ist es aber doch ein Kopf-an-Kopf-Rennen und der Schlusspfiff rettet uns – zugegebener Maßen – knapp vor einer Niederlage. Mein Team „Alpha“ gewinnt auch dieses Spiel mit 3:2 Personen. Bester Spieler des Spiels ist Lukas mit 12 Abschüssen. Nun ist es an der Zeit für das letzte entscheidende Spiel. Kann das Team „New Team“ doch noch einen Punkt landen???

Die Entscheidung!

Wir entscheiden uns im dritten Spiel wieder für den Spielmodus „Team-Deathmatch“. Dieses Mal jedoch mit einer Schussanzahl von 15 Schüssen und einer Respawn Zone. Dies bedeutet, dass ein getroffener Spieler immer wieder zurück in die Basis laufen muss, um sich wiederzubeleben. Bevor die Runde losgeht, besprechen wir unsere Taktik. Diesmal lautet sie: Offensive! Beim Gong der 3. Runde laufen wir geduckt in einer Reihe auf direktem Weg zu unseren Gegnern. Begleitet werden wir hierbei von der Melodie des James Bond Filmes Casino Royal.

Das Gefühl, welches wir dabei verspüren, ist unglaublich. Wir agieren als eine Einheit. Man merkt förmlich wie Glücksgefühle frei gesetzt werden und der Adrenalinpegel steigt. Eben wie James Bond in einem seiner großen Kämpfe! Ein großer Vorteil in der Spielrunde ist, dass ich vor lauter Aufregung des schnellen Manövers mein Stirnband verliere und so die Gegner, ohne getroffen zu werden, nacheinander ausschalten kann. Was ein Wahnsinnslauf! Lauthals werde ich dann aber doch auf mein fehlendes Stirnband aufmerksam gemacht und mache mich auf die Suche danach. Gut versteckt hat es sich im Tarnnetz verhakt. Jetzt kann auch ich wieder mit fairen Mitteln weiterspielen. Kaum habe ich mein Stirnband wieder auf, läuft es leider nicht mehr so prickelnd für mich. Durch das offensive Spiel werde ich oft getroffen und muss gefühlt alle 2 Minuten in unsere Basis laufen, um mich wiederzubeleben. In der Halle ist deutlich zu merken, dass es jeden Spieler noch einmal richtig packt und jeder versucht sein Bestes abzuliefern. Es gibt kaum einen Spieler, der steht und auf seinen Feind lauert. Alle agieren offensiv und zielstrebig. Meine Mannschaft hat die Nase eindeutig vorne. Ein Grund könnte sein, dass wir die Repspawn Zone regelrecht belagern. Am Ende gewinnen wir auch dieses Spiel mit 1911 zu 1172 Punkten. Wieder einmal war es Lukas der durch hervorragendes taktisches Warten die meisten Abschüsse erzielt. Wir haben es gemeistert! Der 3:0 Erfolg über unsere Gegner ist uns nicht mehr zu nehmen. Man(n) kann schon sagen, dass sie regelrecht zurück auf den Boden der Tatsachen geholt wurden. Spaß beiseite, es war ein ausgeglichenes und knappes Aufeinandertreffen. Beide Teams haben wirklich alles gegeben und haben sich nun ein kühles Getränk aus der Bar im Eingangsbereich verdient.

Lasertag Gruppe an der Bar
Nach dem Spiel gönnen wir uns ein Bier an der Bar. ©Torben Grüttner, Stadt Wolfenbüttel

Bei ausgelassener Stimmung tauschen wir uns über das Spielgeschehen aus und lassen den Tag noch einmal Revue passieren. Unser Fazit lautet: Lasertag hat Suchtfaktor! Wir wollen auf jeden Fall des Öfteren die Lasergamehalle in Wolfenbüttel besuchen. Ich kann es jedem von euch empfehlen, diesen Spaß selber einmal mitzuerleben. Ich hoffe, dass ich euer Interesse an dieser außergewöhnlichen Sportart wecken konnte. Bis bald vielleicht in der Halle. Ihr sollte euch aber auf jeden Fall vorher anmelden. Unter www.lasergame-wf.de könnt ihr sehen, welche Termine noch frei sind.

*Wer ist eigentlich „ich“?
Hallo, ich bin Torben und komme aus dem kleinen Dorf Wittmar direkt an der schönen Asse. Ich mache seit 2014 meine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt Wolfenbüttel. Im Rahmen meiner Praxiszeit in der Tourismusabteilung blogge ich für euch.

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