Auf Genuss-Tour durch Wolfenbüttel

Wir waren auf Tour. Auf einer ganz besonderen: Der Genussmanufaktour

Es ist keine gewöhnliche Stadtführung. Das wird schon bei Beginn klar. Wird man doch nicht nur vom Stadtführer begrüßt sondern auch von einem Bollerwagen. Wofür der wohl ist?

Erst mal klären, wer den Wagen denn ziehen darf. Und dann geht es auch schon los. Wir erfahren geschichtliches, aber auch lustiges und skurriles aus der alten Stadt Wolfenbüttel. Und passend zu dem jeweiligen Thema besuchen wir eine kulinarische Besonderheit.

Im einstigen Fleischerviertel, in dem es übrigens furchtbar gestunken haben muss, gibt es auch heute noch eine alteingesessene Metzgerei Röber. Hier begrüßt uns die Chefin, die sich immer wieder etwas Neues ausdenkt, um ihren Kunden etwas Besonderes bieten zu können. Für die Genussmanufaktour hat sie sich auch etwas tolles einfallen lassen und liest uns ein Gedicht vor. Bei diesem besonderen Stadtrundgang bleibt es nicht bei der Theorie. Wir dürfen auch probieren.

Und so kommen wir mit der Fachfrau ins Gespräch, können Fragen stellen und erfahren viel über die Produkte und die Geschichte des Hauses. Eine tolle Gelegenheit, die wir auch rege nutzen. Nachdem wir genügend Fragen gestellt und probiert haben, möchte der ein oder andere auch etwas von den Leckereien mitnehmen. Im Gourmetmarkt Röber gibt es sogar ein spezielles Genussmanufaktour-Paket, was man sich individuell zusammen stellen kann. Die Auswahl fällt schwer, denn es gibt viele verschiedene Sorten. Aber dann ist das Paket geschnürt und hübsch verpackt.

Und damit man seine Einkäufe nicht stundenlang mit sicher herum schleppen muss, kommen die kulinarischen Köstlichkeiten in den Bollerwagen. Dafür ist der also da. Wir wenden den Wagen und ziehen weiter.

Immer wieder lauschen wir unserem erfahrenen Stadtführer und sind erstaunt, was es früher hier alles gegeben hat. Gut, dass wir auf versteckte Details hingewiesen werden. Und schon nähern wir uns der nächsten Station.

Diesmal geht es um Feinkost. Auch hier werden wir vom Inhaber begrüßt und bekommen eine Kleinigkeit zum Kosten. Obwohl man bei „Barrique“ fast alles im Laden probieren kann. Wir kosten und genießen und plaudern auch hier. Zu dem servierten Salat gibt es das Rezept ausgedruckt dazu und die nötigen Lebensmittel dafür stehen auf einem extra Tisch parat, falls es jemand nachkochen möchte. Wir besichtigen den Laden und bestaunen das riesige Angebot. Was es zu probieren gibt, ist immer unterschiedlich. Wir durften ganz frischen Federweißer trinken, der tags zuvor erst eingetroffen war. Also kann man die Genusstour auch durchaus mehrmals mit machen.

Auch hier wird wieder fleißig eingekauft und die Waren werden im Bollerwagen verstaut. Unser Stadtführer drängt weiter, schließlich wartet man auf den anderen Stationen auf uns.

Es geht weiter zu einer Kaffeerösterei. Das Inhaberpaar vom Treccino hat schon alles für eine Kaffeeverkostung vorbereitet. Und während der Filterkaffee zelebriert wird, erfahren wir ganz viel über die Bohnen, das Rösten und können auch hier all unsere Fragen stellen, die geduldig beantwortet werden. Als der Kaffee die richtige Trinktemperatur erreicht hat, stecken wir erst mal die Nase in die Tasse und schlürfen dann wie Weintrinker. Unglaublich wie unterschiedlich die verschiedenen Sorten und Röstungen schmecken. Und ab heute warte ich mit dem Kaffeetrinken, bis alles etwas abgekühlt ist. Wieder was gelernt.

Und nicht nur die neuen Erfahrungen und das Gelernte nehmen wir mit sondern auch das ein oder andere Pfund Kaffee wandert in den Bollerwagen.

Und schwungvoll gehts weiter zur nächsten Station und zum nächsten Thema. Es bleibt flüssig. Wir sind beim „Stebi“ gelandet wie der Inhaber von Feinkost Stebner auch genannt wird. Hier erfahren wir einiges über Gewürze und Saucen und dürfen selbstverständlich auch etwas probieren. Heute ist es eine ganz besondere Spezialität der Gin „2017“. Jedes Jahr schmeckt der Gin nämlich anders, obwohl die gleichen Zutaten benutzt werden. Aber lasst Euch das ruhig selbst erklären, wie das funktioniert.

Wir durchstreifen den Laden und einige Flaschen Bier landen in unserem Wagen, den wir aber stehen lassen, weil der nächste Punkt nur wenige Meter weiter weg ist: Die Braubar. Ach man könnte ja stundenlang quatschen, fachsimpeln, fragen, was man schon immer wissen wollte und probieren und kosten. Aber unser Historiker mahnt zum Aufbruch.

Diesmal ziehen wir zu zweit den Wagen, denn er ist a) schon etwas schwerer geworden und b) geht es bergauf. Die Stimmungskurve geht übrigens auch nach oben. Wir amüsieren uns – Achtung Wortspiel: köstlich!

Unsere lustige Runde trifft schließlich bei unserer letzten Station ein, Feinkost Tires. Hier werden wir ebenfalls erwartet und freudig begrüßt. Es gibt ausgewählte Häppchen zu probieren mit entsprechender Weinbegleitung. Und wir geraten wieder ins Schwärmen und tauschen uns aus. Rezepte werden weiter gegeben. Wir lernen Warenkunde und probieren manche Dinge zum ersten Mal im Leben. Herrlich!

Das war sie unsere Genussmanufaktour. Wir lassen die Tour noch gemütlich ausklingen und fachsimpeln weiter…

Die GenussmanufakTour eignet sich für alle, die sich auch nur ein bißchen für Essen und Trinken interessieren und gerne mal etwas Neues probieren oder kennen lernen möchten und die sich auch für die Stadt Wolfenbüttel und die kulinarische Geschichte interessieren.

 

Lust auf noch mehr Infos? Hier gibt es das offizielle Video zur Genussmanufaktour:

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