Grafik Vorsätze 2017

1 Jahr – 10 Vorsätze: Was ich 2017 unbedingt machen will

Wir sind zurück aus unserer Bloggerpause und wünschen euch erstmal alles Gute für das noch junge Jahr 2017. Wir freuen uns, wenn ihr uns weiter hier begleitet. Der Jahreswechsel ist ja traditionell die Zeit, in der man gute Vorsätze fürs neue Jahr fasst. Nicht bei mir! Zumindest nicht, wenn es um Vorsätze wie „weniger Schokolade essen“ oder „mehr Sport treiben“ geht. Ich habe mir geschworen, Vorsätze umzusetzen, wenn mir danach ist und nicht, wenn der Kalender danach schreit.

Als es darum ging, für den Blog eine Liste mit Vorsätzen für 2017 zu verfassen, war ich trotzdem sofort Feuer und Flamme. Denn wenn ich mir jedes Jahr etwas vornehme,  dann sind es schöne Aktivitäten, die ich im neuen Jahr unternehmen möchte.  Und da ich Listen liebe, halte ich das gern schriftlich fest. Am Ende des Jahres hole ich meine Liste hervor und hake ab. Dabei schwelge ich in den Erinnerungen des Jahres. Das tut mir richtig gut, denn manche Erlebnisse sind wunderschön, gehen aber im Alltag schnell unter. Durch meinen Rückblick kann ich mich doppelt daran erfreuen.

Meine Vorsätze für das neue Jahr
Meine Vorsätze für das neue Jahr

Heute stelle ich euch meine zehn Vorsätze für 2017 vor. Erfahrungsgemäß schaffe ich nicht alles – dafür ergeben sich andere schöne Erlebnisse. Die füge ich meiner Liste später noch hinzu – zum Abhaken am Ende des Jahres!

Vorsatz 1: Wolfenbüttels Geschichte: Das neue Bürger Museum

Wolfenbüttel bekommt ein neues Museum. Das lasse ich mir nicht entgehen. Naja, der Museumtyp bin ich nicht gerade, aber das muss ich mir angucken. Der Name „Bürger Museum“ verrät noch nicht allzu viel. Was dort ausgestellt wird? Bürger jedenfalls nicht – aber deren Geschichte. Quasi das Gegenstück zum Schloss Museum, wo es um das höfische Leben geht. Angst, dass es ein langweiliges Heimatkundemuseum wird, habe ich nicht. Ich hatte nämlich im letzten Jahr Gelegenheit, mir das Konzept anzuschauen – und das klingt vielversprechend.

Jahnturnhalle in Wolfenbüttel
Die ehemalige Jahnturnhalle soll 2017 zum Bürgernuseum werden © Stephanie Angel, Stadt Wolfenbüttel

Vorsatz 2: Kanutour auf der Oker

Vor ein paar Jahren waren wir mit Kollegen auf der Oker unterwegs. Bequem und ohne Anstrengung hat uns der Okerpirat „umher geschifft“. Und es war sooo schön dort auf dem Wasser. Total idyllisch und herrlich grün. Kaum zu glauben, dass die Wolfenbütteler Altstadt wenige Meter entfernt ist. Seitdem habe ich den Vorsatz, mit dem Kanu auf der Oker Richtung Ohrum zu paddeln. Noch ist es zu kalt, aber an einem schönen Sommertag in diesem Jahr will ich das endlich in die Tat umsetzen.

Die Oker in Wolfenbüttel
So präsentiert sich die Oker in Wolfenbüttel: mit ganz viel grün – zumindest im Sommer! ©Stephanie Angel, Stadt Wolfenbüttel

Vorsatz 3: Lessing für Anfänger: Ich lese den Nathan

Wir sind Lessingstadt und seit letztem Jahr nennen wir uns offiziell so. Und ich muss euch gestehen, dass ich von unserem Namensgeber noch nicht ein einziges Stück gelesen habe. In der Schule ging der Kelch an mir vorüber und danach habe ich – wie vermutlich 95% von euch – keine Lust verspürt, mich damit zu befassen. Aber 2017 will ich es tun! Warum? Weil ich mich im letzten Jahr intensiv mit Lessing und seiner Zeit in Wolfenbüttel beschäftigt habe. Und feststellen musste, dass das alles andere als trocken und langweilig sein muss. Seine Botschaft aus dem Nathan ist außerdem sehr aktuell. Woher ich die kenne, wenn ich das Stück gar nicht gelesen habe? Aus „Sommers Weltliteratur to go“. Klickt mal rein. Nathan der Weise in nur 12 Minuten und ihr seid schlauer: Nathan auf Youtube.

Außerdem habe ich mir das Stück „Nach dem Feuer“ des Spielklubs im Lessingtheater angeschaut – dort ging es um die Figuren aus dem Nathan und deren Motive. Es ist auch nicht so, dass ich keinen Versuch unternommen hätte, den Nathan zu lesen, aber bereits nach der ersten Seite hatte ich keine rechte Lust mehr. Doch mich hat der Ehrgeiz gepackt. Schuld ist unser Gastblogger Marvin, der sich nach seinem Besuch im Lessinghaus den Nathan bestellt hat. Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen. Gäste unsere Stadt lesen den Nathan und ich kenne ihn nicht! Also, ich lese ihn jetzt! Wirklich! Aber als Comic 😉 Das gibt’s tatsächlich.

Vorsatz 4: Mit dem Rad zum Obstbau am Elm

Aufmerksame Leser wissen, dass ich viel mit dem Rad unterwegs bin. Mein Plan ist, wie in den vergangenen Jahren, eine Tour mit dem Elektrofahrrad zu machen. Die Route habe ich mir schon ausgeguckt: Zum Obstbau am Elmrand! Regionaler Obstanbau fast vor meiner Tür – da will ich mal vorbei schauen und hoffe, dass ich ein bißchen Naschen kann. Im letzten Jahr bin ich schon mal zum Rittergut Lucklum gestrampelt (liegt an der Obstbau-Route) und ich kann euch sagen, das hat sich richtig gelohnt. Wenn ihr noch nie dort wart, solltet ihr das nachholen. Das ist eine wunderschöne Ruheoase – eine Rast ist dort fest eingeplant. Dieses Jahr führt mich meine Tour dorthin über Schöppenstedt, wo ich endlich im Till Eulenspiegelmuseum vorbei schauen will. Danach geht es weiter zu Tills Geburtsort Kneitlingen und natürlich zu den Obstplantagen. Der Zeitpunkt steht damit fest: Wenn das regionale Obst reif für die Ernte ist.

Obstbau am Elmrand
Fahrradfahrer bei den Obstplantagen – ich hoffe, ich kann irgendwo Naschen. ©Christian Bierwagen, Stadt Wolfenbüttel

Vorsatz 5: Fitnesstest: Squash-Spielen im KOMM

Donata hat mich mit ihrem Beitrag über das Tennisspielen im KOMM erinnert, was ich seit Jahren mal wieder machen will: Squash spielen! Früher habe ich in der Nähe einer Squash-Halle gewohnt und war dort ab und an Gast. Wir haben immer nur zum Spaß gespielt, ohne Regeln oder Punkte zählen. Daher zählt das auch nicht als Vorsatz „mehr Sport treiben“ 🙂 Spaß soll es machen. Zumindest einmal sollte das 2017 doch drin sein. Ich muss mir nur noch einen geeigneten Partner suchen – der ebenso wenig trainiert ist wie ich.

Vorsatz 6: KulturSommer an neuem Ort

Da in diesem Jahr der Schlossplatz umgebaut wird, findet der KulturSommer nicht wie gewohnt im Schlossinnenhof statt. Schade, denn die Atmosphäre dort ist wunderschön. Ich freue mich aber sehr, dass es einen Ausweichort gibt. Der Platz vor dem Lessingtheater wird zur Bühne. Ich finde das großartig, wenn die Plätze der Stadt mit Leben erfüllt werden. Vor allem im Sommer hat das was von Urlaubsstimmung, wenn die Menschen abends noch gemeinsam auf der Straße sind. Ich bin gespannt, was für ein Programm auf uns wartet und werde mindestens einmal vorbei schauen, denn es gilt: Umsonst und Draußen!

Vorsatz 7: Eine Nacht rund um die Kultur

Ausschnitt des Kulturnachtplakats
Ausschnitt des Kulturnachtplakats ©Jenko Sternberg, Stadt Wolfenbüttel

Alle zwei Jahre findet in Wolfenbüttel die Kulturnacht statt und 2017 ist es wieder soweit. Das zählt bei mir zum Pflichtprogramm. Zweimal hatte ich schon die Gelegenheit. Auch in diesem Jahr bin ich natürlich dabei, wenn in der gesamten Stadt Künstler und Kulturschaffende für ein abwechslungsreiches Programm sorgen. Und jede Kulturnacht ist anders, da ihr unmöglich alle Programmpunkte an einem Abend schaffen könnt. 2013 war ich eher musikalisch unterwegs: Zum Auftakt Militärmusik auf dem Stadtmarkt, Nachwuchsbands im Hof des Bildungszentrums und zum Abschluss Stimmungsmusik durch die integrative Band The Mix. 2015 war Theater an ungewöhnlichen Orten mein Thema. Der Theaterrundgang des Amateur-Theaterverbandes Niedersachsen zeigte Theater zum Beispiel in den Kasematten oder im Möbelhaus. Ich bin gespannt, wohin es mich in diesem Jahr treibt.

Vorsatz 8: Musik liegt in der Luft: Landesjugendblasorchester

Kultur scheint 2017 mein Thema zu sein, denn auch einen Konzertbesuch will ich mir vornehmen. Dabei ist klassische Musik überhaupt nicht meins. Ähnlich wie beim Nathan will ich mich langsam annähern. Wir haben in Wolfenbüttel die Landesmusikakademie, die jedes Jahr junge Musikerinnen und Musiker ausbildet und mit ihren Jugendauswahlensembles hervorragende Programme auf die Beine stellt. Schande auf mein Haupt – ich habe es noch nie in eines der Konzerte geschafft. In diesem Jahr will ich mich in ein Konzert des Landesjugendblasorchesters Niedersachsen wagen. Blasmusik klingt für mich erstmal langweilig, aber ich glaube, das ist eine lustige Truppe, die auch fetzige Musik spielt. Ich lasse mich mal überraschen, was für ein Programm sie in diesem Jahr zusammenstellen.

Vorsatz 9: Wolfenbüttel bei Nacht: Mit der Kamera unterwegs

Seit ich in Wolfenbüttel wohne, habe ich den Vorsatz, zur blauen Stunde (für alle nicht Fotografierenden: Das ist die Zeit der Dämmerung, in der der Himmel wunderschön blau ist) mit Kamera und Stativ loszuziehen. Es gibt so beeindruckende  Motive, die nachts stimmungsvoller sind als am Tag. Die Trinitatiskirche zum Beispiel oder das Lessingtheater. Auch das Jägermeisterwerk ist beleuchtet ein Hingucker und bestimmt finde ich noch viele andere großartige Motive. 2017 will ich das endlich in die Tat umsetzen.

Vorsatz 10: Das Gute liegt so nah – Kurzurlaub in Niedersachsen

„Jedes Jahr eine niedersächsische Stadt“, lautet mein Vorsatz seit ein paar Jahren. Nicht immer hat es geklappt, aber 2017 steht das erneut auf meiner Liste. Welche Stadt es werden wird, weiß ich noch gar nicht. Vielleicht Osnabrück – der Besuch ist 2016 krankheitsbedingt ausgefallen. Vielleicht auch Hann. Münden oder Göttingen. Mal sehen – ich lasse mich noch weiter inspirieren und zwar bei den aboutcities. Kann ich euch nur empfehlen. Aber Achtung: Danach wollt ihr alle 17 Städte besuchen.

Das sind sie also: Meine Vorsätze fürs neue Jahr. Was habt ihr euch vorgenommen? Eher Sport und Diät oder schöne Erlebnisse? Sehen wir uns bei dem einen oder anderen Programmpunkt? Was auch immer ihr 2017 entdecken wollt, genießt es!

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