Tennis anno dazumals in Wolfenbüttel

KOMM doch mal mit Tennis spielen…

Wir sind die Winterakteure, die seit vielen Jahren unserem Lieblingssport Tennis im ehemaligen Asse Sport Center, dem heutigen KOMM, nachgehen: Sylke, Alice, Tomke, Steffi, Angelika, Annemarie, Biggi und ich. Heute nehme ich euch mal mit zu einem unserer Mittwoch-Termine, immer um 18 Uhr auf Platz 2 und erzähle euch von unserem Tennisspiel und was man im KOMM sonst noch so treiben kann …

Das KOMM

Heute bin ich heute schon eine Stunde vor unserer Spielzeit vor Ort. Ich habe mich nämlich mit Jarek verabredet, einem der neuen Pächter des KOMM.  Von ihm will ich ein bisschen erfahren, wie das Geschäft denn so läuft in diesem Riesen-Objekt. Denn hier kann man nicht nur Sport treiben (Tennis, Squash, Kegeln), sondern auch Kultur erleben, Konzerte hören, Messen besuchen, feiern und hervorragend speisen.

An diesem netten Platz unterhalte ich mich gleich mit Jarek
An diesem netten Platz unterhalte ich mich gleich mit Jarek ©Donata Sengpiel-Schröder, Stadt Wolfenbüttel

Und er erzählt mir die Geschichte von zwei jungen Familien, die sich im Kindergarten über ihre Kinder kennengelernt haben und seit 2013 die neuen Pächter sind: Jarek mit seiner Frau Nina und den Kindern Karla (5) und Leo (7) sowie Sven und Peggy  mit dem ihrem Nachwuchs Finja (7) und Linus (10). Bei den beiden Familien herrscht Arbeitsteilung; während Jarek und Nina u. a. für das Kulturangebot, Marketing, Controlling und Vertrieb zuständig sind, ist Sven der begnadete Koch und Küchenchef (hat mal ein halbes Jahr mit dem „anderen“ Sven im Ritz Carlton gekocht) und seine  Peggy  kümmert sich um Personal und Buchhaltung. Ich kann an dieser Stelle nur bestätigen: Hier ist frischer Wind eingezogen, nicht nur der Name für das Objekt hat sich geändert sondern auch die Philosophie, die dahinter steht. Daumen hoch für das Erreichte!

Die Spielerinnen

So, nun aber wieder zu uns Tennisspielerinnen: Wir sind ein bunter Mädels-Haufen und unser zu Hause liegt verstreut im gesamten Landkreisgebiet. Aber zum Tennisspielen treffen wir uns im Winterhalbjahr immer in unserer „Hauptstadt“ Wolfenbüttel. Wir haben uns vor langer Zeit zusammengefunden, um gemeinsam aus lauter Lust am Tennissport mindestens einmal in der Woche in der kalten Jahreshälfte unsere alten Knochen zu bewegen… Ja, unser Gesamtalter beläuft sich auf ungefähr 400 Jahre, von denen wir mindestens die Hälfte auf rotem Sand oder verschieden farbigen Teppichen in Hallen verbracht haben. Punktspiele? Das war mal, jetzt spielen wir nur noch so zum Spaß und nur noch Doppel (da muss man nicht mehr so viel laufen…).

Annemarie, Angelika und Alice vor der "Schlacht"
Annemarie, Angelika und Alice vor der „Schlacht“ ©Donata Sengpiel-Schröder, Stadt Wolfenbüttel

Heute treffe ich mich zum Tennisspielen mit Alice, Angelika und Annemarie. Unsere Mitspielerin Tomke hat im Sommer dafür gesorgt, dass uns ein ausgetüftelter Terminplan vorliegt, der dafür sorgt, dass alle acht Spielerinnen während der Hallensaison immer gleich viel zum Einsatz kommen. Denn wir spielen nur eine Stunde, auf einem Platz und da passen beim Tennisdoppel immer nur vier Spielerinnen drauf. Meistens klappt das auch und wir sind wie heute zu viert am Start. Es kann aber auch schon mal passieren, in unserem Alter, das jemand kurzfristig aus Verletzungs- oder Krankheitsgründen ausfällt (ich sag ja immer, wir spielen „Verbandsliga“ :-)) . Dann spielen wir eben einen „flotten Dreier“.

Das Spiel

Wir vier sind heute endlich mal alle pünktlich da (Parkplatz gefunden, kein Stau in der Stadt), schauen in der Umkleide noch mal kurz in den Spiegel , ob alles sitzt und dann stehen wir schon, mit den Hufen scharrend, an der Eingangstür zu den fünf Tennisplätzen im KOMM. Immer pünktlich zur vollen Stunde geht der Wechsel vonstatten. Ein fröhliches Hallo, man kennt sich durch das Abo vom Sehen, und rauf auf unseren Platz 2. Eigentlich müsste jetzt ein längeres Aufwärmen und Einspielen folgen, aber wir sind einfach zu geil auf Punkte und legen schon nach fünf Minuten los. Wer mit wem spielt, überlassen wir meistens dem Zufall, wäre ja auch langweilig, immer mit der gleichen Partnerin zu spielen… Ja, und jetzt lassen wir es krachen.

Aufschlag, Return, Netzattacke, Slice, ein versuchter Topspin, ein tödlicher Stop… unser Repertoire an Schlägen ist groß, wir sind ja keine Anfänger. Und wir haben jede Menge Spaß an der Bewegung und unseren Spielzügen. Nur hin und wieder wird es doch mal ernst: War der Ball nun kurz hinter der Linie oder doch noch drauf, kriege ich noch einen Joker-Aufschlag,  haben wir uns beim Spielstand verzählt oder braucht Angelika wieder viel zu lange bei Ihrem Aufschlag… Aber dann dominiert doch wieder die reine Spielfreude.  Schiedsrichter brauchen wir nicht, Balljungen wären allerdings in unserem Alter toll… Unsere gebuchte Stunde geht immer viel zu schnell vorbei. Aber manchmal haben wir Glück und unsere Nachfolger kommen nicht oder verspäten sich… Dann spielen wir noch ein bisschen länger… Aber heute sind nicht nur wir pünktlich, auch unsere Nachfolger. Allerdings nutzen wir unsere Stunde auch  immer bis zur letzten Sekunde, denn einen Vorteil hat das Hallenspiel auf Teppich im Gegensatz zur Sommersaison: wir müssen nach unserem Spiel nicht den Platz fegen, sondern nur unsere Bälle einsammeln.

Nach dem Spiel

Nach dem Spiel wird sich fix ein bisschen frisch gemacht (wir könnten auch noch kostenlos in die angeschlossene Sauna…) und dann geht es zum Ratschen in das Restaurant – mit Blick auf die Tennisplätze. Das dauert im Schnitt dann auch so lange wie unser Tennisspiel…. Alice und Annemarie müssen heute gleich weg, und so sind wir nur zu zweit, Angelika und ich. Wir haben uns trotzdem viel zu erzählen. Ich trinke meine übliche Tasse Kaffee mit viel Milch und Zucker und Angelika ein alkoholfreies Bier. Tja, so richtig was mit Alkohol kommt auch sonst bei uns nicht auf den Tisch, wir müssen ja alle noch mit unseren Autos in unsere Heimatdörfer fahren. Aber lustig ist es trotzdem immer bei uns. Und einmal im Jahr schlagen wir hier auch über die Stränge: bei unserer Weihnachtsfeier. Dazu lassen wir uns köstlich von Sven bekochen, würfeln um unsere mitgebrachten lustigen Weihnachtsgeschenke und trinken dabei dann auch das eine oder andere Gläschen Alkohol… Irgend wozu müssen unsere Männer ja auch gut sein, sie holen uns dann ab…

Also, ich finde es zum Tennisspielen super hier im KOMM. Vielleicht hast du auch mal Lust, Tennis zu spielen (es gibt auch Trainer!!!), im Glaskasten beim Squash zu schwitzen oder eine ruhige Kugel beim Kegeln zu schieben… Hier findest du tolle gepflegte Sportanlagen, nette Menschen und eine aüßerst leckere, verführerische Küche. Sehen wir uns mal mittwochs? Ihr habt ja gelesen, um wieviel Uhr ich und meine Tennisfreundinnen immer vor Ort sind…

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