Und dann ist da noch die Wok-Station. © denver-fotografie.de

Asiatisch, individuell, lecker – das »Wok in«

Das Wok in im alten Wolfenbütteler Bahnhofsgebäude entführt mit seinem leckeren Buffet zu einer kulinarischen Reise nach Asien.

Das alte Bahnhofsgebäude kann man noch ahnen. © denver-fotografie.de
Das alte Bahnhofsgebäude kann man noch ahnen. © denver-fotografie.de

Es ist wirklich ein besonders schönes Gebäude, in dem das »Wok in« seit 2009 in Wolfenbüttel heimisch ist. 1838 eröffnete der Bahnhof. Damit ist er einer der ältesten in Deutschland.

Das war zehn Jahre vor der ersten freiheitlichen Revolution in Deutschland, die uns unsere schwarz-rot-goldene Fahne gebracht hat. Die Eisenbahn war damals als Verkehrsmittel ganz neu und kühn.

Buffet ist der Standard im Wok in. © denver-fotografie.de
Buffet ist der Standard im Wok in. © denver-fotografie.de

Das Bahnhofsgebäude wandelt sich

2004/ 2005 wurde das Gebäude umgebaut. Ich erinnere mich gut, wie heruntergekommen es damals war. Denn zum Schluss gab es noch nicht mal mehr eine Bahnhofsgaststätte.

Daran muss ich denken, als ich mich zum verabredeten Zeitpunkt dort einfinde. Heute wird es chinesisch. An die alten Zeiten erinnert nichts mehr. Die Stufen vor dem Portal führen trotzdem auf eine Reise.

Freundliche Begrüßung am Buffet. © denver-fotografie.de
Freundliche Begrüßung am Buffet. © denver-fotografie.de

Eine Reise ins Reich der Mitte

Kulinarisch geht es ins Reich der Mitte. Und zu den Gleisen hin ist Wolfenbüttel immerhin in Richtung Harz auf der einen und nach Braunschweig auf der anderen Seite fahrtechnisch mit der Welt verbunden.

Ich bin etwas früher als Denver da und habe Zeit, mich mit dem Geschäftsführer zu unterhalten. Michael Stora erwartet am Eingang die Gäste. Er ist ruhig, zurückhaltend. Genauso, wie ich mir – stereotyp – einen Chinesen vorstellen würde.

Michael Stora begrüßt freundlich die Gäste. © denver-fotografie.de
Michael Stora begrüßt freundlich die Gäste. © denver-fotografie.de

Das »Wok in«, ein Familienbetrieb

Er habe mit seiner Frau das Restaurant vor zwei Jahren übernommen. Seit der Eröffnung sei es von der Familie Dong als Familienbetrieb geführt worden. Lange Jahre war er dort vorher im Service tätig.

»Ich bin Gastronom mit Leib uns Seele«, erklärt er. Trotzdem sei es am Ende doch ein Unterschied gewesen, nun als Chef hier zu arbeiten. »Früher habe ich den Chef gefragt. Heute muss ich sofort reagieren«, so Stora.

Ein Buffet mit fertigen Speisen. © denver-fotografie.de
Ein Buffet mit fertigen Speisen. © denver-fotografie.de

Das Buffetprinzip im »Wok in«

Typisch für das Restaurant, erklärt er, sei das Buffet. »Natürlich können Sie auch à la Carte bestellen. Aber das machen die wenigsten.« Inzwischen ist Denver angekommen und wir erkunden zusammen das Terrain.

Das Restaurant hat viel Raum. 200 Plätze stünden bereit, sagt mir Michael Stora. Demzufolge können sich große Gesellschaften hier treffen. Mit der Dachterrasse, die aber im Moment wenig genutzt würde, ist hier fast alles möglich.

Sushi in allen Farben. © denver-fotografie.de
Sushi in allen Farben. © denver-fotografie.de

Wir starten das Menü

Drei Buffetbereiche erwarten den Gast. An der Frontseite zum Eingang gibt es zubereitete Speisen. »Hier fangen wir an«, so Denver. An der Stirnseite gibt es Beilagen. Demgegenüber werden auf der Rückseite Reis und Suppen angeboten.

Kern des Systems ist das große Buffet mit den Zutaten dahinter. Alle möglichen Gemüsesorten sind dort frisch aufgeschnitten. Daneben gibt es klein geschnittenes Fleisch. Dabei sind solch ungewöhnlichen Sorten wie Zebra. 

Natürlich kann man im Wok in auch mit Stäbchen essen – wenn man's kann… © denver-fotografie.de
Natürlich kann man im Wok in auch mit Stäbchen essen – wenn man’s kann… © denver-fotografie.de

Wir nehmen das »Alles-inklusive-Menü« im »Wok in«

Schließlich findet man im Rückraum, gegenüber der Schanktheke noch Süßes, einschließlich eines munter sprudelenden Schokoladenbrunnens. Sogar Wackelpudding und Eis werden angeboten. 

Wir haben uns für ein »Alles-inklusive-Menü« entschieden. Das bedeutet: Wir müssen nicht extra etwas bestellen, sondern können von allem probieren. Auch die Getränke sind in dem Angebot enthalten.

Vorspeise für Denver im Wok in. © denver-fotografie.de
Vorspeise für Denver im Wok in. © denver-fotografie.de

Sushi und Kleinigkeiten

Ich schließe mich Denver an. Deshalb genehmigen wir uns zu Beginn erstmal etwas von den fertig zubereiteten Dingen. Ich nehme zuerst Gemüse, Bratnudeln und mariniertes Schweinefleisch. 

Denver startet mit Sushi. Obwohl ich alle Zutaten, einschließlich des rohen Fisches mag, habe ich mich daran noch nicht getraut. Es ist schon komisch, wie sehr einen bestimmte Essgewohnheiten prägen. Mich jedenfalls.

Auswahl und Frische bestimmen das Bild im Wok in. © denver-fotografie.de
Auswahl und Frische bestimmen das Bild im Wok in. © denver-fotografie.de

Guter Service

Andererseits: Der Speiseplan hat sich in meinen Lebensdezennien bereits auf erfreuliche Art erweitert. Schließlich gibt es immer noch Luft nach oben. Alles schmeckt gut. Wir plaudern gemütlich am Tisch.

Zwischendurch schaut Michael Stora vorbei. Denver und er verwickeln sich rasch in ein profundes Fachgespräch, in dem es allerdings nicht ums Essen geht. Denn Stora ist ein begeisterter Hobbyfotograf.

Zwei-Klammersystem gibt Auskunft: welcher Tisch und welche Sauce. © denver-fotografie.de
Zwei-Klammersystem gibt Auskunft: welcher Tisch und welche Sauce. © denver-fotografie.de

Das »Wok in« ist ein kommunikativer Raum

Während ich still genieße und an meinem Tsingtao-Bier nippe, geht es bei den beiden um Blenden, Pixel und um das richtige Licht. Das Wok-in ist ein kommunikativer Raum. 

Das Buffet bewegt und sorgt vielleicht auch für Bewegung im Gespräch. Gleichzeitig können wir bemerken, dass die Gäste im »Wok in« entschleunigt sind. Nicht »Teller kommt, essen, zahlen« ist das Motto.

Frisch vom Grill serviert. © denver-fotografie.de
Frisch vom Grill serviert. © denver-fotografie.de

Große Vielfalt

Man zelebriert das Menü. Vor dem Frischebuffet gibt es zunächst ein umfangreiches Angebot von Saucen. Zwischen süß und scharf würzig gebe es alle möglichen Varianten, erklärt Michael Stora.

Auf diese Vielfalt ist er stolz. »Jeder kann sich nach seinen Vorlieben sein individuelles Menü zusammenstellen«, freut er sich. Wir haben ein bisschen Zeit, die vor uns stehenden Gäste zu »beobachten«.

Bratnudeln mit mariniertem Schweinefleisch und Pilzen vom »Fertig-Buffet«. © denver-fotografie.de
Bratnudeln mit mariniertem Schweinefleisch und Pilzen vom »Fertig-Buffet«. © denver-fotografie.de

Buffetgespräche

Man unterhält sich, tauscht sich aus, berichtet über Erfahrungen mit dieser Sauce oder jener Zutat. An den Tellern sind zwei Klammern befestigt. Die eine gibt Auskunft über den Tisch, die andere über die Sauce.

Wir sind schließlich dran und stellen unsere Zutaten zusammen. Mein »Plan«: Zuerst nehme ich mir einen Teller mit Fleischvariationen, dann einen mit Gemüse. Das Fleisch gebe ich bei der Grillstation ab.

Und dann ist da noch die Wok-Station. © denver-fotografie.de
Und dann ist da noch die Wok-Station. © denver-fotografie.de

Schauspiel an der Grill – und Wok-Station

Denver steht mit der Kamera parat und hält fest, wie der Koch zunächst am Grill für die Zubereitung der Speisen sorgt. Beim nächsten Gang, am Wok, gibt es auch noch eine Show für die Augen.

Unter der Wokpfanne züngeln die Flammen hoch. Mit geübten Handgriffen vermengt der Koch die frischen Zutaten zu einem harmonischen Ganzen. Anschließend wird der Teller am Tisch vom freundlichen Personal serviert.

Süßes vom Schokoladenbrunnen. © denver-fotografie.de
Süßes vom Schokoladenbrunnen. © denver-fotografie.de

Das Süße kommt zum Schluss

Ein Menü beim »Wok in« könne man nicht ohne eine gebratene Banane mit Honig abschließen, meint Denver. Deswegen schließe ich mich seinem kulinarischen Rat an und versorge mich ebenfalls mit diesem Dessert.

Glücklich und gesättigt überlegen wir, wem wir das »Wok in« empfehlen können. Natürlich sind die Freunde der asiatischen Küche sowieso gesetzt in diesem Restaurant an historischer Stätte.  

Die frittierte Banane zum Schluss muss sein. © denver-fotografie.de
Die frittierte Banane zum Schluss muss sein. © denver-fotografie.de

Auf Entdeckungstour im »Wok in«

Aber wir finden, dass auch Menschen, die sonst kulinarisch eher auf gewohnten Pfaden die Bekanntschaft zur fernöstlichen Küche suchen sollten. Der Vorteil: Sie sehen nicht nur die Zutaten, sondern können gleich bei der Zubereitung zusehen.

Und wer nicht so recht weiß, was er probieren soll, für den haben Michael Stora und seine Mannschaft einen guten Rat. Denn den Gast glücklich zu machen, so der Gastronom bei der Verabschiedung, sei das oberste Ziel im »Wok in«.

Weitere Informationen über das »Wok in«

Adresse: Bahnhof 1, 38300 Wolfenbüttel

Telefon: 05331 – 8826526

Die Internetseite vom »Wok in«.

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