Die Stars hinter den stars@ndr2

Die vierte Ausgabe der stars@ndr2 liegt hinter uns. Rund 36.000 begeisterte Zuschauer haben schöne Stunden auf dem Ostfaliagelände verbracht und die Musik genossen.

Aber wer steckt eigentlich dahinter?

Wer macht eine solche Großveranstaltung überhaupt möglich? Wir haben mal einen Blick hinter die Kulissen gewagt und einige Gesichter, die sonst nur im Verborgenen bleiben, vor die Kamera ins Rampenlicht geholt. Es ist nur ein kleiner Teil, den wir getroffen haben. Hinter den stars@ndr2 stehen noch viele, viele andere Menschen, die ihren Teil zu dem Event beitragen. Wir waren nur (!) am Samstag, am Veranstaltungstag unterwegs. Aber die Vorbereitungen starten ja schon viel viel früher.

Planung ist alles

Die Polizei fängt bereits im April mit den Planungen an. Da geht es um Verkehrskonzepte (wie kommen die Massen am Ende der Veranstaltung am besten vom Gelände?), Dienstpläne (einige Kollegen haben 120km Anfahrt, aber sie dürfen nur eine 12 Stunden Schicht machen) und technische Ausrüstung (die mobile Wache, genügend Autos und Motorräder und Funkgeräte usw.).

Dann arbeiten schon sehr viele etliche Tage vor der Veranstaltung, indem sie zum Beispiel Parkplätze vorbereiten und überall in der Stadt Hinweisschilder zur Anfahrt anbringen.

Aufbau

Etwa eine Woche vor dem Event beginnen die Aufbauarbeiten auf dem Gelände. Bühne, Backstagebereich und Gästebereich sowie Gastronomiezelte werden von vielen vielen Helfern errichtet. Alleine am Bühnenbereich sind etwa 80 Menschen beteiligt. Sie arbeiten für den NDR2 oder für die Eventfirma.

DRK

Am Veranstaltungstag selber geht es bereits um 8 Uhr los. Die schnelle Aufbautruppe vom DRK baut eine eigene kleine Zeltstadt auf. Die Anordnung, Anzahl und Größe der verschiedenen Zelte wird genau vorher überlegt und geplant. Sollten viele Verletzte im Sanitätsbereich ankommen, werden sie von Zelt zu Zelt geleitet und es wird entschieden, was jeweils mit ihnen geschieht. Ob sie vor Ort behandelt werden oder weiter transportiert werden müssen. Etliche Fahrzeuge stehen vor Ort bereit. Für die Einsatzleiltung, aber auch Rettungswagen auf dem Festivalgelände oder im Sanitätsbereich.

Kurz vor der Einlasszeit treffen alle Sanitäter, Notärzte und Helfer ein. Es sind an diesem Tag 75 Personen, die ihre Freizeit für den Einsatz vor Ort opfern. Im Fachjargon heißt das dienstfreie Zeit. Einige Personen werden über das Festivalgelände verstreut positioniert. Andere bewegen sich in mobilen Teams und wieder andere stehen mit einem Wagen mitten zwischen den Zuschauern und sind jederzeit ansprechbar. Die Teams kommen aus Wolfenbüttel, Helmstedt, Braunschweig oder Salzgitter. Einige bleiben den ganzen Tag, andere wechseln sich in Schichten ab. Alle zusammen bilden das „Kreuz hinter den Stars“

Feuerwehr

Die Feuerwehr ist mit ähnlich vielen Personen vor Ort. Wir sind auf knapp 60 Personen gekommen. Es gibt eine Einsatzleitung, die alles koordiniert und von jeder Ortsfeuerwehr sind mindestens zwei Mann oder Frau vor Ort. Auch hier gibt es Dienst in Schichten oder man bleibt gleich den ganzen Tag. Alle Beteiligten verbringen ebenfalls ihre Freizeit auf dem Gelände. Wir hatten sogar ein Geburtstagskind dabei. Dafür gab es auch einen extra Dienstliegestuhl und Ständchen von den Kolleginnen und Kollegen.

Die Feuerwehren sind auch auf dem Gelände verteilt und die Dächer der Wagen bieten eine hervorragende Sicht auf die Bühne. Von da oben kann man schön weit gucken. Ein Wagen steht sogar im Backstagebereich. Von da guckt man aber nur auf die Rückseite der Bühne. Und ein Fahrzeug steht sogar außerhalb des Geländes, zur Sicherung des Parkplatzes. Die Kollegen hier haben es sich besonders gemütlich gemacht. Für Speis und Trank ist in den Teams jedenfalls immer gesorgt. Die einen bringen gleich selbstgebackenen Kuchen mit, die anderen naschen Süßigkeiten oder man versorgt sich im Cateringbereich. Der Tag ist schließlich lang.

SBW

Die SBW (Städtische Betriebe Wolfenbüttel) sind an dem Tag auch auf dem Gelände auf den Beinen. Es gilt, Löcher im Boden zu stopfen, damit niemand stolpert, Mülleimer zu leeren und Kleinigkeiten zu richten. Hier sind am Festivaltag 20 Leute beschäftigt.

Sicherheit

Eine sehr große Gruppe sind die Sicherheitskräfte. 64 Leute bemühen sich auf den Parkplätzen für Ordnung zu sorgen, damit auch viele Autos Platz haben und die Abreise am Ende der Veranstaltung zügig vonstatten geht. Leider halten sich viele Personen nicht an die Anweisungen und parken kreuz und quer und mit zu viel Abstand zum Nachbarauto, so dass die Einweiser alle Hände voll zu tun hatten, hier ein gewisses System aufrecht zu erhalten.

65 weitere Personen bewachten schon ab 12 Uhr die Eingänge. Denn da standen bereits die ersten Zuschauer an, um beim Einlass um 15 Uhr auch ja in der allerersten Reihe zu stehen. Jede Person wird kontrolliert und die Taschen durchsucht. Leider haben sich auch hier viele Leute nicht an die Anweisungen gehalten und Spraydosen mitgebracht oder Getränke in Dosen und Glasflaschen. Und so füllte sich der Container am Eingang im Laufe des Abends mit den konfiszierten Sachen. Aber alle blieben nett und höflich und behandelten jeden Zuschauern auch am späten Abend noch mit einem Lächeln und einer fröhlichen Begrüßung.

Weitere Sicherheitskräfte waren zu Fuß auf dem Gelände unterwegs und haben dort Fragen beantwortet und für Ordnung gesorgt.

Der Backstagebereich, das VIP-Areal und der Zugang für Rollstuhlfahrer wurden von einer weiteren Sicherheitsfirma akribisch bewacht. Hier wurde jeder beäugt, der auch nur in die Nähe der Stars kommen könnte. Schließlich sollen sich die Akteure in Ruhe auf ihren Auftritt vorbereiten.

Polizei

Die Polizei war natürlich auch vor Ort. 112 Personen waren angereist, zum Teil aus Braunschweig, Göttingen oder Peine. In der mobilen Wache konnte man sich melden, wenn die Geldbörse gestohlen wurde oder ein Kind im Getümmel abhanden gekommen war. Viele Polizisten waren außerhalb des Geländes eingesetzt bei der Anreise zur Veranstaltung oder auch bei der Abreise. Das Social Media Team hat die Feiernden mit Informationen, tollen Bildern und Verkehrshinweisen auf dem Laufenden gehalten.

Und nach der Veranstaltung standen an allen Straßenkreuzungen Ordner und haben dafür gesorgt, dass alle zügig nach Hause finden. Die Abbauteams haben die Zelte wieder abgerissen und die Bühne in ihre Einzelteile zerlegt. Erst in den frühen Morgenstunden hatten etliche Helfer Feierabend.

Und in den Tagen danach ging das geschäftige Treiben auf dem Festivalgelände weiter, bis auch das letzte Dixie-Klo wieder abgeholt wurde.

Rund 750 Helfer

Wir sind beim Zählen auf knapp 750 Leute gekommen, die zum Teil freiwillig und unentgeltlich in ihrer Freizeit ihren Teil zu stars@ndr2 beigetragen oder für das Festival gearbeitet haben.

Auch wenn das alles hier sehr gemütlich und entspannt aussieht, darf man nicht vergessen, dass alles einen ernsten Hintergrund hat. Es ist wie mit einer guten Versicherung. Die meiste Zeit ist sie einfach nur da und man hofft, dass man sie nicht braucht. Aber wenn es darauf ankommt, ist man sehr froh, dass sie sofort im Einsatz ist.

Wir konnten – wie gesagt – nur einen kleinen Teil vor die Kamera holen und möchten damit stellvertretend für alle Beteiligten Danke sagen. Danke, dass Ihr ein solches Event möglicht macht.

Alle Fotos der Stars hinter den Stars

Hier könnt Ihr Euch in Ruhe alle Fotos anschauen, die wir an dem Tag eingefangen haben. Kleiner Tipp: auf das erste Foto klicken, dann rechts oben den Play-Button für eine Diashow klicken. Viel Spaß!

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