Yavuz Kavurgaci von Sicherheitstechnik Yavuz.

Auf Nummer Sicher gehen – »Sicherheitstechnik Yavuz«

Yavuz Kavurgaci ist ein ruhiger Typ. Das, so scheint mir, ist für seinen Berufszweig genau die richtige Eigenschaft.

»Die Menschen sollten sich gut absichern, aber ich will keine Panik verbreiten«, meint der Geschäftsmann, der in der Wolfenbütteler Innenstadt ein Geschäft für Sicherheitstechnik führt. Außerdem gibt es bei Yavuz einen Schlüsseldienst, Schuhreparaturen und noch vieles mehr.

Sicherheit in der Wolfenbütteler Innenstadt: »Sicherheitstechnik Yavuz«.
Sicherheit in der Wolfenbütteler Innenstadt: »Sicherheitstechnik Yavuz«. © Andreas Molau, Stadt Wolfenbüttel

Der gebürtige Wolfenbütteler hat sein Geschäft seit sechs Jahren in der Langen Herzogstraße. Davor bot er seine Dienstleistungen in der Okerstraße und Wallstraße an.

»Es war ein großes Glück für mich, dass ich mich in jungen Jahren schon selbstständig machen konnte. Das habe ich vor allem meiner Mutter zu verdanken, die mich unterstützte und mir viel Vertrauen schenkte«, meint der Geschäftsmann bescheiden.

Traumberuf Polizist

Die türkische Familie war in Wolfenbüttel bereits unternehmerisch tätig, erzählt mir Yavuz Kavurgaci. Sein Vater war Schneider und arbeitete für das Modehaus Schäfer, dass es früher auf der Breiten Herzogstraße gab.

Bei »Sicherheitstechnik Yavuz« wird auch genäht.
Bei »Sicherheitstechnik Yavuz« wird auch genäht. © Andreas Molau, Stadt Wolfenbüttel

Zwar träumte der Schüler Yavuz nicht von einer Sicherheitsfirma. Aber die Vorstellungen waren schon recht nahe dran. »Ich wollte Polizist werden«, erinnert er sich.

Leider habe sich dieser Wunsch nicht erfüllen können. Die Eltern hatten ebenfalls eine klare Idee für ihren Sohn: ein sicherer Job in der Industrie – bei MAN oder Büssing.

»Das war mir aber wirklich zu langweilig. So eine Arbeit konnte ich mir gar nicht vorstellen«, sagt Yavuz Kavurgaci ruhig lächelnd. Viel besser sei das Praktikum bei Karstadt Wolfenbüttel in der Lebensmittelabteilung gewesen, das er als Schüler gemacht habe.

Mit Menschen arbeiten

»Da konnte ich sehen, wie schön es ist, mit Menschen zu arbeiten«, so Kavurgaci. Also entschied er sich für eine Lehre als Einzelhandelskaufmann beim HL-Markt.

Neben dieser Ausbildung hielt er immer noch Kontakt zu einem Schuhmacher, den er seit seiner Schulzeit kannte. »Ich habe als Schüler dort bereits mitgeholfen und der alte Herr hat mir gezeigt, wie ich Schuhe repariere und Schlüssel herstelle«, erinnert er sich.

Absätze machen. Schuhe flicken. Kein Problem.
Absätze machen. Schuhe flicken. Kein Problem. © Andreas Molau, Stadt Wolfenbüttel

Besonders das Mechanische habe Yavuz Kavurgaci gereizt. Als der Geschäftsinhaber seinen Betrieb aus Altersgründen aufgeben musste und einen Nachfolger suchte, war das eine Chance für Kavurgaci.

Seine Mutter erkannte das Potenzial ihres Sohnes und streckte eine beträchtliche Summe für die Übernahme des Geschäftes vor. »Ohne sie hätte ich es nicht geschafft«, freut er sich.

Der Start in die Selbstständigkeit

Das war der Start für die über 20 Jahre Selbstständigkeit in Wolfenbüttel. Am Anfang sei ihm doch ein wenig mulmig gewesen wegen der Verantwortung, die plötzlich auf seinen Schultern lastete, räumt er ein. Aber es sei immer besser geworden.

»Ich weiß, was ich kann. Und wenn ich etwas kann, dann mache ich es auch in letzter Konsequenz«, erklärt er mir seine Haltung. Was ihm Schwierigkeiten bereite, daran begebe sich der Geschäftsmann gar nicht erst.

Um Schlüssel nachzumachen, bedarf es einer ruhigen Hand.
Um Schlüssel nachzumachen, bedarf es einer ruhigen Hand. © Andreas Molau, Stadt Wolfenbüttel

Schließlich entwickelte er sein Geschäft weiter. Mit dem Schlüsseldienst kam nach und nach die Sicherheitstechnik dazu. »Die großen Firmen haben so etwas im Angebot, und das machte mich neugierig«, meint er rückblickend.

Er habe Fortbildungen besucht, um sich weiter in der modernen Technik zu schulen. »Auch Diebe bilden sich fort, und deshalb muss ich immer auf dem neuesten Stand sein«, erklärt mir Kavurgaci den Hintergrund.

Ein kompetentes Team

In seinem Team hat er einen Schuhspezialisten und einen IT-Spezialisten. Er selbst kümmere sich um alles.

Yavuz Kavurgaci liebt die Abwechslung. »Das Handwerkliche reizt mich noch immer. Aber auch die Technik der Sicherheitsanlagen, die sich immer weiterentwickelt«, meint er.

Die Kommunikation mit dem Kunden sei ihm dabei besonders wichtig. Diese könnten sich im Geschäft selbst beraten lassen.

Aber auch bei einem Hausbesuch kann für jedes Bedürfnis ein Sicherheitskonzept erstellt werden. »Wir gehen durch Haus oder Wohnung und machen auf Schwachstellen aufmerksam«, erklärt er.

Besonders gefährdet seien Fenster und Terrassentüren. »Haustüren sind meist besser abgesichert«, meint er. Ich würde gar nicht glauben, wie schnell jemand in mein Haus eindringen könne, warnt er mich.

Ein Einbruch ist eine schnelle Sache

An einem Schaufenster zeigt er mir, dass es dazu wirklich nur ein paar Handgriffe bedarf. Solche unsicheren Fenster können ausgetauscht oder aufgerüstet werden. Bei neuen Häusern, rät Yavuz Kavurgaci, sollte gleich auf eine gute Qualität geachtet werden.

Während wir sprechen, nimmt eine Kundin einen internationalen Geldservice in Anspruch, der ebenfalls bei Yavuz angeboten wird. Anschließend lässt sich noch jemand zum Thema Schließzylinder beraten.

Erst muss es eine mechanische Sicherheit geben, meint Yavuz Kavurgaci.
Erst muss es eine mechanische Sicherheit geben, meint Yavuz Kavurgaci. © Andreas Molau, Stadt Wolfenbüttel

Die Kundin will immer wieder den Preis drücken. »Das machen manche Leute gern. Aber Qualität und Service haben ihren Preis« meint er gelassen. Oft sei der Fachhandel vor Ort sogar günstiger.

Es gibt in Wolfenbüttel drei Schlüsseldienste. Als Wolfenbütteler sollten diese im Notfall auf jeden Fall in Anspruch genommen werden. »Wenn einer der großen überregionalen Anbieter gewählt wird, könne es schon Mal eine böse Überraschung geben«, warnt er.

Wolfenbüttel ist ein Ort zum Leben

Da werde an der Tür oft mehr kaputt gemacht, als nötig. Einfach nur, um den Anschein zu erwecken, dass gearbeitet werde. Wir sind vor Ort für die Menschen da.

Wolfenbüttel ist dem Geschäftsmann ein Anliegen. »Die Stadt ist viel besser als manche sie reden«, meint er. Häufig werde gesagt: Das gibt es bei uns nicht.

Sogar Tresore gibt es bei »Sicherheitstechnik Yavuz«.
Sogar Tresore gibt es bei »Sicherheitstechnik Yavuz«. © Andreas Molau, Stadt Wolfenbüttel

Bei Tresoren habe er das erlebt. Wenn die Kunden von uns beraten werden, wundern sie sich in der Regel, dass es so was in der Lessingstadt gebe.

Mit seiner Frau und seinen zwei Kindern lebe er sehr gern in der Stadt. Aber auch das Umland habe viel zu bieten. »Neulich wollten wir schwimmen gehen, und weil es im Stadtbad zu voll war, sind wir auf die Dörfer gefahren. Im Landkreis gibt es ebenfalls ein großes Angebot«, erzählt er mir begeistert.

Für Sicherheit sorgen

Wenn Yavuz Kavurgaci nicht arbeitet, was selten genug der Fall ist, schafft er gern in seinem Garten. Oder er engagiert sich in einem türkischen Spielmannzug, der in Tracht sogar beim 900-Jahrfest der Stadt aufgetreten ist.

Wo denn sein Herz mehr hänge, an der Türkei oder an Deutschland, möchte ich wissen. »Mein Herz ist groß genug für beides«, meint er ehrlich nach einer kurzen Überlegungspause.

Zwar fahre er gerne in die Türkei oder anderswohin. Aber nach Wolfenbüttel komme er immer wieder mit Freude zurück. »Hier bin ich zu Hause. Hier fühle ich mich wohl und am sichersten«, meint er.

Aus einem so berufenen Munde ist das eine gute Nachricht. Und für ein Stück Sicherheit in unserer Stadt sorgt Yavuz Karvurgaci ja nicht zuletzt selbst auch.

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