Jürgen Kaune von Kaune Optik.

»Kaune Optik« verspricht besondere Augenblicke

»Kaune Optik« gibt es in Wolfenbüttel seit über 120 Jahren. Jürgen Kaune hat sich in der vierten Generation dem guten Sehen verschrieben.

»Kaune Optik« gehört zu den Institutionen in Wolfenbüttel. Als das Geschäft vor gut 120 Jahren eröffnet wurde, hieß der Holzmarkt noch Kaisermarkt.

»Kaune Optik« ist seit über 120 Jahren eine Adresse für richtig gutes Sehen.
»Kaune Optik« ist seit über 120 Jahren eine Adresse für richtig gutes Sehen. © Andreas Molau, Stadt Wolfenbüttel

Und bei »Kaune Optik« gab es neben Sehhilfen auch Schmuck, Uhren, Grammophone und Musikinstrumente. »Wenn Sie in die Sakristei der Hauptkirche schauen, finden Sie ein Harmonium, auf dem der Name August Kaune steht«, erzählt mir der sympathische Optiker Jürgen Kaune.

Er ist die vierte Generation im Geschäft. »Ich bin hier im Haus groß geworden, war also von Anfang an mit der Materie vertraut. Da lag es eigentlich nahe, dass ich den Beruf des Optikers ergreife«, schmunzelt er. Vermutlich dürften die Eltern aufgeatmet haben. Denn die Geschwister von Jürgen Kaune ergriffen andere Berufe.

Die lange Familientradition

Vielleicht lag es gerade daran, dass sie trotz der Familientradition keinerlei Druck ausübten. »Für sie war wichtig, dass wir das tun, wozu wir Lust haben. Dabei hatten wir alle Freiheiten«, fasst Jürgen Kaune die Haltung seiner Eltern zusammen. Und in dieser Freiheit zog es den Ältesten nach seinem Abitur in die Profession, die sich das gute Sehen auf die Fahnen geschrieben hat.

Jürgen Kaune ist für seine Kunden da.
Jürgen Kaune ist für seine Kunden da. © Andreas Molau, Stadt Wolfenbüttel

»Richtig gut sehen« ist nicht umsonst das Motto des erfahrenen Optikers, der in seinen über dreißig Jahren Berufserfahrung viel erlebt hat und sich bis heute auf neue Verfahren und Messtechniken einstellt. Gerne einstellt.

»Ich fahre auch jetzt noch mit Freude zu Fortbildungen, um zu sehen, was es Neues gibt«, verrät er. Dass Brillen natürlich genauso Mode sind, sei selbstverständlich. »Bei uns gibt es keine Brille, die älter als drei Jahre ist«, so Kaune.

Keine Brille bei »Kaune Optik« ist älter als drei Jahre.
Keine Brille bei »Kaune Optik« ist älter als drei Jahre. © Andreas Molau, Stadt Wolfenbüttel

Die Leidenschaft für Musik

Direkt nach dem Fachabitur in Braunschweig trat Jürgen Kaune seine Ausbildung als Augenoptiker an. Im väterlichen Betrieb sei das durchaus eine sportliche Herausforderung gewesen. »So was geht ja nicht immer gut«, meint er augenzwinkernd.

Aber Vater und Sohn hätten sie angenommen und bewältigt. »Natürlich musste ich als Sohn alles besonders gut machen. Aber manchmal gab es auch die eine oder andere Vergünstigung«, erzählt er.

Handwerk wird bei »Kaune Optik« noch großgeschrieben.
Handwerk wird bei »Kaune Optik« noch großgeschrieben. © Andreas Molau, Stadt Wolfenbüttel

So klar, wie der Weg in Richtung Brillen schien, war er beim zweiten Hinsehen aber durchaus nicht. Jürgen Kaune ist kein Mann, der Langeweile schiebt.

Eine große Leidenschaft ist die Musik, die ihn von frühester Kindheit an begleitet. »Ich habe mit sechs Jahren angefangen, im Chor zu singen, mit zwölf kam die Geige dazu«, erinnert er sich. Das Singen ist ihm geblieben.

Saxophon und Bach

Nachdem er Jahrzehnte in großen Chören gesungen und sich auf Auftritte und Konzerte gefreut hatte, ist das Singen heute nur noch reines Hobby. In Adersheim, wo Jürgen Kaune wohnt, habe sich ein kleines Ensemble gebildet, das sich am Einüben der klassischen Chorliteratur mit viel Spaß übt. »Wir brauchen keine großen Auftritte mehr. Die Musik allein langt«, meint er.

Schließlich sei in den letzten Jahren das Saxofon dazu gekommen. Auf meine Frage, ob das denn zu Bach und Händel – seinen Lieblingskomponisten – passe, leuchten seine Augen. »Hören Sie einmal Bach mit Saxofon und Orgel«, wirbt er.

Während ich die Notizen und das Material zum Beitrag ordne, höre ich und verstehe. Das junge Blasinstrument steht charaktervoll neben der Orgel und harmoniert doch in der Intonation. Eine wunderbare, »generationenübergreifende« Kombination.

Der »Diplom-Optiker«

Statt des Musikstudiums wurde es also nun eine Ausbildung mit der Gesellen-und Meisterprüfung und schließlich mit einem Studium der Augenoptik in Berlin. »Diese Vertiefung hat mir wirklich viel gebracht«, resümiert er rückblickend. Im Fachbereich seiner Alma Mata sei es höchst arbeitsintensiv zugegangen. Auch ansonsten sei es mit studienmäßigem Abhängen nicht so weit her gewesen.

Alles rund ums Auge.
Alles rund ums Auge. © Andreas Molau, Stadt Wolfenbüttel

»Ich hatte mich verliebt und bald geheiratet. Als guter Ehemann fuhr ich dann natürlich jedes Wochenende nach Hause«, erzählt Kaune. Nach dem Studium arbeitete der Diplom-Optiker in verschiedenen Betrieben.

Als er den des Vaters übernahm, sei ihm ebenfalls der Austausch mit anderen wichtig gewesen. »In Erfahrungsgruppen treffe ich mich bis heute mit Berufskollegen von weiter weg«, erklärt er.

Rasante Entwicklung in der Augenoptik

Mit dabei seien größere und kleinere Betriebe. Alle tauschen sich untereinander aus, entwickeln Ideen, die jeder für sich frei umsetzen kann – oder eben auch nicht.

Der Weg vom Uhren-und Schmuckgeschäft hin zur Akzentuierung auf die Augenoptik sei einer gewesen, den sein Vater bereits eingeschlagen habe. »Als ich dann das Geschäft 1994 übernahm, ließ er mir alle Freiheiten, alles weiterzuentwickeln«, so Kaune.

Althergebrachte Verfahren…
Althergebrachte Verfahren… © Andreas Molau, Stadt Wolfenbüttel

Diese Entwicklung sei absolut notwendig gewesen. So habe sich etwa die Diagnosetechnik rasant entwickelt. Hier stünden dem Optiker zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung.

Schließlich sah sich auch der Markt verschiedenen Umbrüchen ausgesetzt. Das fing damit an, dass die Brillen nicht mehr von den Krankenkassen übernommen wurden, und setzt sich heute mit großen Filialisten und dem Internetgeschäft fort.

Schwerpunkt Gesundheit

»Inzwischen haben wir unseren Weg gefunden, wie wir darauf reagieren. Wir haben unsere Kunden. Wer seine Brille nur nach dem Preis aussucht, kommt erfahrungsgemäß gar nicht erst zu uns – auch wenn wir natürlich preiswerte Varianten wie die Filialisten anbieten«, erklärt er die Situation.

Bewährte Technik…
Bewährte Technik… © Andreas Molau, Stadt Wolfenbüttel

Gleiches koste gleich, so Kaune. Wer also einen bestimmten Service und Qualität suche, müsse bei den Discountern genauso zahlen.

»Deshalb haben wir unseren Schwerpunkt auf die gesundheitliche Beratung, die Diagnose und den individuellen Service verlegt, um für unsere Kunden das Optimale herauszuholen«, erklärt er seine Firmenphilosophie.

Die orthokeratologischen Kontaktlinsen, kurz Ortho-K-Linsen, reduzieren zum Beispiel die Kurzsichtigkeit. Sie werden in der Nacht getragen und modellieren in dieser Zeit im Bereich von hundertsteln Millimetern die Hornhaut. Die kleinen Veränderungen haben eine große Wirkung. Die Anpassung erfolgt natürlich bei »Kaune Optik«.

Und neue Verfahren…
Und neue Verfahren… © Andreas Molau, Stadt Wolfenbüttel

Kurzsichtigkeit als Jugendproblem

Kurzsichtigkeit sei ohnehin ein wichtiges Thema für die Augenheilkunde und die Augenoptik, erklärt Jürgen Kaune. »Durch die Benutzung von Handys haben wir immer mehr mit diesem Phänomen zu tun«, so Kaune.

Das intensive Schauen auf die kleinen Bildschirme schädige die Augen. Vermehrte Kurzsichtigkeit sei die Folge. Der Optiker besucht deshalb eine Fortbildung, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden.

Endlich wieder scharf sehen…
Endlich wieder scharf sehen… © Andreas Molau, Stadt Wolfenbüttel

Die Antwort seien »digitale Brillengläser«, die die Augen entlasteten. Während ich mit Jürgen Kaune spreche, spüre ich die Begeisterung an dem Beruf. Die Vielseitigkeit reize ihn auch nach so vielen Jahren – und die technische sowie medizinische Entwicklung im Bereich der Augenheilkunde.

Deshalb habe der Augenoptiker noch viele Pläne, bevor er in den Ruhestand geht. »Mein Vater hat bis 77 gearbeitet. Da habe ich noch einige Jahre vor mir«, schmunzelt er. 

Viele Pläne

Nach Ruhestand sieht der Wolfenbütteler sowieso nicht aus. Neben der Musik, verrät er mir, habe ihn auch der Sport stets begleitet. Seit einigen Jahren schnürt er die Laufschuhe und beteiligt sich an den Stadtläufen in der Region. »Im Moment sind zehn Kilometer meine Strecke. Das reicht mir«, so Kaune. Bei der Verabschiedung stehen wir noch eine ganze Weile im Laden.

Und Diagnosemöglichkeiten.
Und Diagnosemöglichkeiten. © Andreas Molau, Stadt Wolfenbüttel

Jürgen Kaune beobachtet, dass ich meine Brille ständig auf-und absetze und erklärt mir gleich die Vorteile einer Gleitsichtbrille. »Sie werden sehen, wie erholsam das für ihren Kopf ist, wenn Sie sich erstmal an diese komfortable Sehsituation gewöhnen«, schwärmt er.

Er begleitet mich zur Tür, wie die drei Generationen vor ihm ihre Kunden, hält sie mir auf und wünscht einen schönen Tag. Einen schönen Tag und »richtig gutes Sehen«…

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