Pack die Badehose ein, spring in den Fümmelsee hinein!

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Als ich meine Verabredung mit Florian Steinmann getroffen habe, war es mein Plan, im Anschluss in den Fümmelsee zu springen. Aber heute, die Sonne hat sich noch etwas versteckt hinter den Wolken, bin ich bei 19 Grad Außentemperatur noch nicht bereit für den Sprung ins kühle Nass. Gestern war Anbaden, wie mir Florian berichtet. Drei tapfere und abgehärtete Schwimmer waren da, die die Badesaison am Fümmelsee eröffnet haben.  Er hat natürlich auch mitgemacht, auch wenn das Reinspringen etwas Überwindung gekostet hat.

Florian Steinmann ist der Vorsitzende für Kommunikation des Wolfenbütteler Schwimmvereins von 1921 e.V.. Für meinen Blog haben wir uns verabredet und suchen uns einen Platz für einen Plausch auf der schönen Terrasse des Restaurants Fümmelsee Terrassen. Von hier aus haben wir einen wunderschönen Blick auf den Naturbadesee Fümmelsee.

Hier am Fümmelsee herrscht eine traumhaft idyllische Atmosphäre, der schöne Badesee und das viele Grün ringsherum sorgen bei mir gleich für Urlaubsstimmung. Das geht auch Florian so, der fast täglich am Fümmelsee zu treffen ist. Der junge Familienvater ist am See sozusagen aufgewachsen, wie er mir erzählt. Er spielt Wasserball im Verein, hat schon viele Zeltlager am See betreut, kennt die Stammbadegäste alle persönlich beim Namen und kommt mit ihnen gleich ins Plaudern – am Fümmelsee kennt man sich.

Fümmelsee Panorama © Florian Steinmann, WSV21

Fleißige Vereinsmitglieder

Der Wolfenbütteler Schwimmverein von 1921 e.V. (WSV21) ist mit 1.400 Mitgliedern ein recht großer Verein und bietet Sparten wie Schwimmen, Tennis, Triathlon, Tischtennis, Wasserball und noch vieles mehr an. Das ganze Angebot findet ihr auf der Website des WSV. Der Fümmelsee gehört seit 1924 dem Verein und die Mitglieder kümmern sich ehrenamtlich um das Badegelände. Die regen Vereinsmitglieder haben kürzlich den Steg komplett erneuert, die Tauchabteilung ist für das Schrubben der Treppen, die ins Wasser führen, verantwortlich. Auch Fugen saubermachen, Kinderbecken schrubben, Liegewiesen herrichten, das alles gehört dazu. Und die viele Arbeit hat sich gelohnt: nach dem intensiven Frühjahrsputz strahlt und glänzt das Gelände. Die fleißigen ehrenamtlichen Helfer haben alles auf Vordermann gebracht, die Badesaison kann jetzt, ab Ende Mai, starten.

An schönen und warmen Sommertagen kommen schon mal über 500 Badegäste, wie mir Florian verrät. Dann ist der Parkplatz komplett voll und an den Straßenrändern parken die Autos in langen Schlangen. Doch beim Betreten des Geländes bin ich immer wieder verwundert, wie gut sich die Badegäste am Fümmelsee verteilen. Auf den ersten Blick ist nicht sichtbar, wie weitläufig das Gelände ist.

Fümmelsee © Dagmar Steffenhagen, Stadt Wolfenbüttel

Alles da für Klein und Groß

Deshalb starten Florian und ich nun einen Rundgang um den See. Zuerst kommen wir am Arbeitsplatz von Badewart Manfred vorbei. Er ist die gute Seele des Vereins, der hier am See alles am Laufen hält. Am Schwimmmeisterhaus sorgt Pia-Maren Jaschiniok für Sicherheit. Sie wird von Aufsichten aus der Rettungsschwimmerabteilung und dem DLRG unterstützt. Die Hauptaufgabe der Badeaufsicht ist, wie Florian mit einem Lächeln verrät: Pflasterkleben, natürlich hält das Team auch bunte Kinderpflaster bereit. Ernste Bade-Unfälle gab es in den letzten Jahren keine. Seit kurzem gibt es einen Balkon am Bademeisterhaus, so können die Aufsichten das Kinderbecken und die Rutsche noch besser im Auge behalten.

Die große gelbe Rutsche sticht im Gelände besonders ins Auge. Wenn wir früher Familientage am Fümmelsee gemacht haben, waren meine Kinder von der breiten Rutsche kaum wegzukriegen. Auch für die kleinen Badegäste wurde gesorgt: der Kleinkinderbadebereich ist mit einem Gitter vom tieferen Becken getrennt und die WSVer haben einen extra Sonnenschutz über das Becken gespannt. Da lässt es sich ganz unbeschwert planschen, während sich die Größeren an der Rutsche austoben können.

Fümmelsee Rutsche © Florian Steinmann, WSV21

Wir gehen weiter und kommen zum Spielplatz. Die Handpumpe, gespeist mit Wasser aus dem Fümmelsee, ist bei den Kindern der Renner. Aber auch Sandkasten und Schaukel sind natürlich immer belegt. Die WSVer sind besonders kinderfreundlich und haben für diese Saison eine große Kiste besorgt, in der Sandspielzeug lagert. Leider ist die Kiste heute verschlossen, aber Florian berichtet mir von kleinen Schätzen wie Bagger, Förmchen und noch viel mehr. Sein Blick schweift über den Spielplatz und er hat auch schon neue Ideen parat: ein Kletterschiff würde sich doch wunderbar auf dem Spielplatz machen, dieses würde thematisch auch prima zum See passen.

Spielkiste Fümmelsee © Dagmar Steffenhagen, Stadt Wolfenbüttel

Badevergnügung und ruhige Ecken

Apropos See: den See ziert eine Schwimminsel zum Draufklettern. Diese ist im Sommer ein begehrter Platz und meistens auch belegt. Weiterhin schwimmt im See noch eine große Krake, ein bisschen glitschig zum Draufklettern, aber auch immer wieder heiß begehrt. Beim Badewart gibt es auch noch Schwimmbretter, Poolnudeln oder Bälle, die die Gäste sich ausleihen können, also Badespaß pur ist hier garantiert.  Auch eine Besonderheit des Naturbadesees ist die Filteranlage zur natürlichen Reinigung des Wassers. Diese sorgt besonders in der Hauptsaison für eine durchgehend sehr gute Wasserqualität, was bei Naturgewässern sonst nicht immer gewährleistet ist.

Unser Rundgang geht weiter, über die Liegewiesen, zum Teil wunderbar beschattet durch Bäume und Büsche. Je weiter wir um den See gehen, um so abgeschiedenere und ruhigere Ecken finden sich. Während um das Badehaus herum das Kinderparadies mit Kinderbecken, Rutsche und Spielplatz angesiedelt ist, findet der ruhesuchende Badegast hier wunderbare Plätze. Im hinteren Bereich des Sees kommen wir an den Tennisplätzen (für Vereinsmitglieder) vorbei, dem Volleyballplatz und noch einer freien Wiese, für die hat Florian auch schon Ideen, Beachsoccer vielleicht…

Liegewiese Fümmelsee © Dagmar Steffenhagen, Stadt Wolfenbüttel

Die regulären Öffnungszeiten sind von 10 bis 20 Uhr. Nur bei schlechtem Wetter schließt der Fümmelsee schon um 18 Uhr. Bedingt durch die derzeitigen Maßnahmen hat der Fümmelsee momentan von 13 bis 20 Uhr geöffnet. Aktuelle Informationen zu den Öffnungszeiten gibt es auf www.fuemmelsee.de. Mitglieder, die sich schon gerne vor dem großen Treiben erfrischen möchten, dürfen ab 6 Uhr ins Wasser. Da hier noch keine Schwimmaufsicht anwesend ist, erfolgt das Baden auf eigene Gefahr. Viele kommen vor der Arbeit und auch zahlreiche Senioren haben Freude am morgendlichen Sprung in das klare Wasser. Für Spätschwimmer gibt es an warmen Tagen auch ein besonderes Angebot: da ist der Fümmelsee für die Öffentlichkeit auch mal bis 22 Uhr geöffnet. Der Verein kündigt dieses vorher auf der Homepage an, natürlich auch in den lokalen Zeitungen.

Für alle Abgehärteten

Für die ganz Abgehärteten, dazu zähle ich jetzt nicht unbedingt, gibt es auch im Winter die Möglichkeit sich zu erfrischen, nämlich beim Eisschwimmen. Nach Ankündigung in den Medien finden sich dann einmal im Monat um die 20 Tapfere, die – zu meinem Erstaunen – ohne Neoprenanzug ins Wasser springen. Dieser harte Kern wärmt sich nachher am Lagerfeuer mit Stockbrot, Würstchen und Tee wieder auf.

Übrigens, wie schon der Vereinsname erkennen lässt, wird im nächsten Jahr das 100jährige Bestehen des Vereins groß gefeiert. Natürlich laufen die Planungen schon und wir sind gespannt, was die Mitglieder des WSV21 sich da alles einfallen lassen werden. Dass der Fümmelsee feiern kann, haben die engagierten WSVer bereits in den letzten Jahren bewiesen: einmal jährlich findet das beliebte Seefest statt (früher unter dem Namen Lichterfest bekannt).

Jetzt haben wir unsere Runde um den See beendet und kommen am Hauptgebäude wieder an. Im vorderen Bereich ist der typische und beliebte Badekiosk zu finden, der von Dirk und Andrea betrieben wird. Neben Eis und bunten Tüten gibt es natürlich auch leckere Pommes, bei regem Badebetrieb bilden sich hier lange Schlangen.

Fümmelsee Terrassen © Dagmar Steffenhagen, Stadt Wolfenbüttel

Fümmelsee Terrassen

Dirk und Andrea Madus führen nicht nur den Kiosk, der läuft sozusagen nebenbei, sondern betreiben seit 2009 die Fümmelsee Terrassen. Natürlich könnt ihr die schmackhaften Speisen im großräumigen Saal genießen, aber die besondere Attraktivität des Restaurants ist die weitläufige Terrasse mit Blick auf den Naturbadesee. Hier lässt es sich nach dem Badevergnügen, oder auch ganz unabhängig davon, bei einem erfrischenden Getränk und der in meiner Familie besonders bevorzugten fantastischen Currywurst mit Pommes, besonders entspannt genießen.

Dirk und Andrea haben für den Saisonbetrieb alles hergerichtet und freuen sich, für das leibliche Wohl ihrer Gäste zu sorgen. Auch für private Feierlichkeiten aller Art ist der Saal (für bis zu 120 Personen) oder die Terrasse (für bis zu 80 Personen) zu buchen. Meine besondere Empfehlung ist allerdings, den Tag mit einem leckeren Frühstück mit Blick auf den dann noch ruhigen Naturbadesee zu beginnen. Für diesen besonderen Genuss ist eine Anmeldung allerdings erforderlich.

Ansonsten findet ihr alle weiteren Infos zum vielfältigen Angebot der Fümmelsee Terrassen.

Naturbad Fümmelsee © Dagmar Steffenhagen, Stadt Wolfenbüttel
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