Besuch der neuen braubar Wolfenbüttel – Ein Hintergrundbericht

Habt ihr es schon gehört? Bei uns in Wolfenbüttel eröffnet bald eine Bar, in der es selbstgebrautes Bier geben soll: die braubar. Neue Bar mit selbstgebrautem Bier? Da musste ich natürlich gleich einmal vorbeigehen und schauen, was es damit auf sich hat. Da ich natürlich schon vor der Eröffnung bestens informiert sein wollte, um Euch jetzt schon darüber berichten zu können, habe ich für die vorletzte Woche einen Termin mit den beiden Betreibern Andreas (Stebi) Stebner und Andre Volke vereinbart.

Die Namen kommen Euch irgendwie bekannt vor? Kein Wunder, beide haben bereits ein Geschäft in Wolfenbüttel. Andre Volke das Sportbekleidungsgeschäft Eleven Sports und Andreas Stebner Stebi’s Feinkost Manufaktur. Über Online-City haben die beiden sich dann schließlich kennengelernt und der Grundstein für eine gemeinsame Zusammenarbeit war gelegt.

Am Montag machte ich mich dann also mit Block und Stift „bewaffnet“ auf den Weg in die Okerstraße. Vor der Tür wurde ich dann gleich von Andre und einer riesigen und augenscheinlich wirklich schweren Spüle begrüßt, die noch irgendwie ihren Weg in das Lokal finden muss. Ich hatte schon die Befürchtung, dass ich diese mit reintragen sollte ;). Das war aber zum Glück nicht der Fall.

Bar als Herzstück des Schankraums © Alina Jassmann, Stadt Wolfenbüttel

Die braubar

Drinnen angekommen, bin ich überwältigt von dem Ambiente. Denn trotz der noch andauernden Renovierungsarbeiten, kann man schon erkennen, dass es hier sehr gemütlich und zugleich sehr modern ist. Das Konzept ist gut durchdacht und zieht sich durch das gesamte Lokal. Von dem Hauptgastraum kann man in den Raum schauen, in dem das Bier gebraut wird, dass man gleich trinken wird. Besonders toll finde ich die gemütliche Weingrotte, zu der man gelangt, wenn man ein paar Stufen nach unten in eine kleine Nische geht. Aber auch für die warmen Sommertage und -abende ist gesorgt. Hinter dem Lokal findet man einen schönen Biergarten und für die Leute, die lieber das Treiben in der Fußgängerzone beobachten wollen, gibt es auch Sitzmöglichkeiten vor der Bar.

Hier wartete auch schon Andreas (Stebi) auf uns und die beiden beginnen mit ihrer Geschichte:

Blick nach draußen © Alina Jassmann, Stadt Wolfenbüttel

Die Idee

Die beiden erzählen mir, dass die Idee zur braubar eigentlich aus einer „Bierlaune“ entstanden ist ;). Angefangen hat alles damit, dass sie sich über Online-City kennengelernt haben und darüber ins Gespräch kamen. Stebi berichtete von seiner kleinen Gartenlaube in Sickte, in der er sein eigenes Bier braut und Andre von seinem Faible für tschechischen Wein. „Das passt doch gut zusammen. Daraus müssen wir was machen!“, war dann der Auftakt. Mehr als Spaß gemeint, zeigte Stebi Andre dann einen Schankwagen aus dem Internet, mit der Idee diesen anzuschaffen, um ihre Produkte zum Beispiel auf Stadtfesten anbieten zu können. Er hatte niemals damit gerechnet, dass dieser Vorschlag auf Zustimmung treffen würde. Aber weit gefehlt, ein paar Tage später kam die Zusage von Andre und ein Schankwagen wurde angeschafft. Auf dem letztjährigen Altstadtfest hatte dieser dann seinen ersten Einsatz und schnell wurde den beiden bewusst: „Das, was wir machen, kommt an!“. Das selbstgebraute Bier aus der Gartenlaube kam nämlich so gut an, dass es gar nicht ausreichte. Nun musste also ein anderer Ort für eine Brauerei her, denn die Kapazität in der Laube war einfach nicht mehr ausreichend, da sie zum einen zu klein war und zum anderen nicht ganzjährig zum Brauen genutzt werden konnte, da man eine durchgehend konstante Temperatur benötigt.

Gemütliche Atmosphäre in der braubar © Alina Jassmann, Stadt Wolfenbüttel

Dann entdeckte Andre das leerstehende Objekt in der Okerstraße und schlug vor: „Warum machen wir nicht einfach eine Brauerei mit Bar in Einem?“. Die Antwort von Stebi kann sich jetzt ja jeder vorstellen, schließlich sitze ich zusammen mit den beiden in der braubar 😉 und höre mir die Geschichte, zu der, wie ich finde, genialen Idee an.

Während des Gesprächs fiel mir auch schnell auf, wie gut sich die beiden verstehen und trotz des Renovierungsstresses immer wieder zwischendurch ihre Scherze machen. Beeindruckend wenn man bedenkt, dass sie den größten Teil der Sanierungs-, Umbau- und Renovierungsarbeiten in Eigenleistung erbracht haben und das nicht etwa in Vollzeit, sondern nebenbei. Ohne die tatkräftige Unterstützung ihrer Familien wäre das nicht möglich gewesen.

Der Brauer

Witzig ist auch, wie sie zu ihrem Brauer gekommen sind. Eigentlich waren sie nämlich der Meinung, dass sie gar keinen brauchen. Der Vater von Stebi war da aber anderer Meinung ;). Und wie der Zufall es will, steht auf einmal ein Brauer aus Goslar in Stebi’s Feinkostmanufaktur. Da die drei sich auf Anhieb super verstehen, war schnell klar: „Das ist unser Brauer!“.

Das Team im Brauraum © Alina Jassmann, Stadt Wolfenbüttel

Das Konzept

Das Konzept der beiden ist bisher einzigartig und gut durchdacht. Sie haben extra ein neues Unternehmen die „Stebner & Volke GmbH“ gegründet, unter dem auch der Feinkostladen von Stebi geführt wird, der nun auch in die Okerstraße umgezogen ist. Ein Grund dafür war natürlich der kürzere Weg zwischen den beiden Objekten. Wichtiger ist aber das Konzept dahinter. Die Idee der beiden ist es nämlich, dass man die Produkte, die man im Feinkostladen kaufen kann, vorher in der braubar verkosten kann und umgekehrt. Außerdem hat auch das Ladengeschäft eine Gaststättenkonzession. Dort soll dann ein Wein und ein Bier des Tages angeboten werden, wenn die braubar geschlossen hat.

Ein kleiner Tipp für diejenigen unter Euch, die schon immer einmal wissen wollten, wie eigentlich Bier gebraut wird: Die beiden bieten auch Braukurse und Bierverkostungsseminare an ;).

Biergarten für Sonnentage © Alina Jassmann, Stadt Wolfenbüttel

Das Angebot

Während unseres Gespräches gestanden Andre und Stebi: „Wir haben keine Gastroerfahrung. Aber wir sind viel rumgekommen und haben selbst einen hohen Anspruch, den wir hier auch umsetzen wollen.“ Sie wollen keine typische „Craft Beer“ Bar, sondern in ihrer braubar eine gemütliche und moderne Atmosphäre schaffen. Für die beiden steht die Qualität ihrer angebotenen Produkte im Vordergrund. Andre macht zum Beispiel gerade extra seinen Sommelier, um kompetent über die angebotenen Weine beraten zu können. Die Weine sucht er übrigens selbst aus und testet sie, bevor sie in das Sortiment aufgenommen werden.

Neben ihrem selbstgebrauten Bier – langfristig soll es acht Hauptbiersorten und zusätzlich saisonale Kreationen geben – gibt es in der braubar auch selbstdestillierten Gin.

Zu den angebotenen Bieren, Weinen und Gins wird es außerdem getränkebegleitende, kleine Speisen geben. Auch hier wird der Anspruch von Andre und Stebi deutlich. Stebi betont, dass man bei ihnen keine Dosen oder Fertigprodukte finden wird. Alles wird selbst und frisch aus regionalen Produkten zubereitet.

Probieren konnte ich die Biersorten leider noch nicht, da ich während der Dienstzeit da war. Das wird aber natürlich gleich nachgeholt, sobald die braubar eröffnet ist ;).

Für alle, die neugierig geworden sind und sich die braubar selbst anschauen wollen: Eröffnung ist am 2. Juni 2017! In der Anfangszeit soll die Bar dann immer von Donnerstag bis Sonntag geöffnet haben. Donnerstags gibt es dann übrigens auch immer eine Feierabendfeier mit günstigen Getränken in der ersten Stunde.

Ich finde die Idee super und freue mich über eine neue Bar, die ich besuchen gehen kann. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Entdecken.

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