Wolfenbütteler Tortenkultur: Torte

Ein Paradies für Leckermäuler

Naschkatzen aufgepasst! Seit gut drei Monaten erstrahlt „Omis Backstube“ im neuen Glanz – aus ihr ist die „Wolfenbütteler Tortenkultur“ geworden. Grund genug für mich, um dem Café einen Besuch abzustatten und mir die Veränderungen anzuschauen und natürlich die vielen Leckereien zu probieren. Die Aussicht auf Torten, Pralinen, Gebäck und Co. versetzt mich als Tortenliebhaber schon im Vorfeld in gute Laune. Um noch einige zusätzliche Informationen zu erhalten, habe ich mich mit den beiden Inhabern, den Brüdern Jens und Daniel Mücke, verabredet. Pünktlich mache ich mich auf den Weg, um schon mal vorab einen Blick in das Kaffeestübchen im ersten Obergeschoss werfen zu können.

Blick in die kleine Kaffestube © Sandra Lüddecke, Stadt Wolfenbüttel

Das Kaffeestübchen

Am Café angekommen, betrachte ich erst einmal den schönen Außenbereich. Das Schaufenster ist mit einer großen Hochzeitstorte und weißen Buschstaben dekoriert, die den Namen des Cafés verraten. Ich betrete den Eingang, der zum Kaffeestübchen führt. Als ich die schmale Treppe empor steige, fällt mir sofort die neue Tapete ins Auge: Die Wände sind nun mit einer eleganten, hellen Tapete mit großen Ornamenten verziert. Verschiedene Bilder mit Wolfenbütteler Stadtansichten und weiße Stuckumrandungen runden das Gesamtbild ab. In der oberen Etage angekommen, empfängt mich Gemütlichkeit pur. Besonders der verwinkelte Zuschnitt und der leicht schiefe Boden verstärken diese Wohlfühlatmosphäre.

Blick in die große Kaffeestube © Sandra Lüddecke, Stadt Wolfenbüttel

Die Tische, Stühle und Kronleuchter sind geblieben. Ganz neu sind die Dekoration und der Fußboden, der nun mit dunklem Laminat ausgelegt ist. Zudem ist ein Raum dazu gekommen: Ein Besucher-WC, welches zuvor ausschließlich  im Treppenhaus untergebracht war. Nach wie vor hat der Besucher die Auswahl zwischen der großen Stube mit Blick auf die Krambuden oder der kleinen Stube, von der  aus die Oker und das Rathaus zu erblicken sind. Meine Entscheidung für einen Platz muss allerdings noch etwas warten, denn sicherlich warten die Brüder Mücke schon auf mich.

Hereinspaziert © Sandra Lüddecke, Stadt Wolfenbüttel

Die Qual der Wahl

Ich treffe die Beiden im Verkaufsraum in der unteren Etage und werde herzlich begrüßt. Auch hier hat sich einiges geändert. Die Theken sind neu angeordnet und die bereits ansässige Nostalgie-Kasse hat einen Ehrenplatz erhalten. Zudem wird mir gleich die neue Softeismaschine präsentiert, die sicherlich besonders im Hochsommer auf Zustimmung stoßen wird. Nach dem netten Empfang steht nun natürlich das Allerwichtigste an: Eine süße Köstlichkeit muss ausgesucht werden. Die Entscheidung fällt mir schwer. Eine Torte sieht leckerer aus als die andere und auch die Törtchen, Pralinen und die Gebäckspezialitäten sehen verführerisch aus. Meine Wahl fällt schließlich auf eine Mohn-Sahnetorte mit Heidelbeeren.

Mein Kaffeegedeck © Sandra Lüddecke, Stadt Wolfenbüttel
Nostalgie-Kasse © Sandra Lüddecke, Stadt Wolfenbüttel

Nachdem wir alle unsere Bestellungen abgegeben haben, steigen wir die Treppe hinauf. Als Gast darf ich den Platz aussuchen. Mir gefällt die kleine Stube besonders gut, daher nehmen wir dort zu dritt an einem Tisch Platz. Bei einer so vielfältigen Essensauswahl dürfen natürlich auch die Kaffee- und Teespezialitäten nicht fehlen. Für mich soll es heute ein Latte Macchiato sein.

Die Brüder Mücke

Nun möchte ich natürlich erst einmal wissen, mit wem ich da am Tische sitze J. Also starten wir mit einer kurzen Vorstellungsrunde. Jens und Daniel Mücke gehören zur alteingesessenen Bäckerei Mücke aus Salzgitter und betreiben diese bereits in fünfter Generation. Daniel Mücke ist Bäcker- und Konditormeister; sein Bruder Jens Betriebswirt – eine optimale Kombination wie ich finde. Im Juni 2016 haben die zwei „Omis Backstube“ zusammen mit dem bewehrten Team übernommen. Der Umbau erfolgte Anfang 2017, so dass am 1. März die Wolfenbütteler Tortenkultur ins Leben gerufen wurde. Doch wie sind die Brüder auf das kleine aber feine Café aufmerksam geworden? Hier kommt der berühmte Zufall ins Spiel. Bei einem Spaziergang mit seiner Lebensgefährtin kommt Daniel Mücke an „Omis Backstube“ vorbei und wird das erste Mal darauf aufmerksam. Über einen Dritten kommt dann schließlich der Kontakt zur Vorbesitzerin zu Stande. Und nun sitzen wir hier in der barocken Kaffeestube im Herzen der Wolfenbütteler Innenstadt.

Frisch eingetroffen – die neuen Sitzmöglichkeiten für den Außenbereich © Sandra Lüddecke, Stadt Wolfenbüttel

Das leckere Sortiment

Ich erfahre von den Beiden, dass die gesamte Bäcker-/Konditorware im Hauptgeschäft in Salzgitter-Lebenstedt produziert wird, alles ganz traditionell von Hand. Dabei wird viel Wert auf regionale Produkte und gute Qualität gelegt. „Gibt es besondere Spezialitäten, die hier in der Wolfenbütteler Tortenkultur angeboten werden?“, möchte ich wissen. „Besonders Tortenklassiker wie Linzer Torte, Sachertorte, Frankfurter Kranz, und Schwarzwälder Kirschtorte sollen hier im Vordergrund stehen“, erklärt mir Daniel Mücke. „Zudem suchen wir mit der Unterstützung von Stadtführern in Archiven und alten Unterlagen  eifrig nach längst vergessen Rezepten“, fügt Daniel hinzu.  Süßes aus vergangener Zeit? – das hört sich spannend und lecker zugleich an. Ich freue mich schon auf das Ergebnis J. Nun möchte ich aber noch wissen, wie es denn zu dem Namen „Wolfenbütteler Tortenkultur“ kam. Auch hier wurde gemeinsam mit Wortspielen getüftelt und überlegt. Geeinigt wurde sich schließlich auf die „Wolfenbütteler Tortenkultur“, da hierbei nicht nur die Torte im Namen vertreten ist, sondern auch der Bezug zur Stadt gegeben ist. Das war den Brüdern wichtig.

Und dieser ist hier auch wirklich Programm: Die Vielfalt ist einfach toll. Ich erfahre von den Brüdern auch noch, welches sich als die beliebtesten Kuchen-/Tortensorten in den ersten Monaten herauskristallisiert haben: Die Antwort ist Frankfurter Kranz, Obstkuchen (insbesondere Himbeere und Erdbeere) und Käsekuchen in allen möglichen Variationen. Stimmt das mit Eurem Geschmack überein?

Tortenklassiker © Sandra Lüddecke, Stadt Wolfenbüttel

Was sonst noch wichtig ist

Für die Deko haben sich die Brüder übrigens weibliche Unterstützung gesucht. Jennifer Tasch, gelernte Bäckereifachverkäuferin, hat hier ihren Ideen freien Lauf gelassen und sich um die Auswahl der Tapeten, Bilder, Vasen, Tischdecken, etc. Gedanken gemacht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: In dieser gemütlichen Kaffeestube muss man sich einfach wohlfühlen.

Die Räumlichkeiten können im Übrigen auch außerhalb der Öffnungszeiten für Feierlichkeiten angemietet werden. 30 Personen finden im Café Platz. Wer bei schönem Wetter lieber draußen sitzen möchte, kann auf den bequemen Flechtstühlen Platz nehmen, Sonne tanken und ein Stück Torte genießen.

Die Wände passend zur Einrichtung © Sandra Lüddecke, Stadt Wolfenbüttel
Auch das Auge isst mit © Sandra Lüddecke, Stadt Wolfenbüttel

Für all diejenigen, die ein leckeres Frühstück einem Stück Torte vorziehen, hat die Wolfenbütteler Tortenkultur übrigens auch einiges zu bieten: Das Tortensortiment wird durch ein reichhaltiges Frühstücksangebot abgerundet – für einen guten Start in den Tag sozusagen.

Ein guter Start in den Tag © Sandra Lüddecke, Stadt Wolfenbüttel

Die Tortenstücke können natürlich nicht nur im Café vernascht, sondern auch mit nach Hause genommen werden und dort den Tag versüßen. Zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Geburtstagsfeiern oder Jubiläen können Kuchen und Torten auch bestellt und geliefert werden. Die Tortenkultur verfügt über einen umfangreichen Übersichtsordner mit zahlreichen Beispieltorten.

Hier gibt es auch Torten nach Wunsch © Bäckerei und Konditorei Erhard Mücke

Mein Fazit für diesen Nachmittag: Wer Kuchen und Torten mag, wird in der Wolfenbütteler Tortenkultur auf jeden Fall auf seine Kosten kommen und hier den einen oder anderen Nachmittag verbringen. Viel Spaß beim Schlemmen und Genießen!

Weitere Infos: Wolfenbütteler Tortenkultur

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